Ruinen in Graun: Wenn „nichts Besonderes“ Wellen schlägt

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Meist ragt nur ein Kirchturm aus dem Reschensee in Südtirol (links). Weil Wasser abgelassen wurde, tauchen auch die Ruinen des restlichen, im Jahr 1950 gefluteten Dorf auf.
© Dolomiten/Mair

Graun – Franz Prieth, Bürgermeister von Graun im Vinschgau, versteht die Welt nicht mehr. Oder eher, warum sich die plötzlich für die Ruinen aus dem im Ort gelegenen Reschensee interessiert. Es sei „nichts Besonderes“, sagt Prieth, jedes Jahr würden die Mauerreste der zwei bei der Stauung des Sees vor mehr als 70 Jahren versunkenen Dörfer auftauchen. Mal mehr, mal weniger, so ausgeprägt „zuletzt vor etwa sechs Jahren“. Und doch berichten internationale Medien – vom Spiegel bis hin zur BBC. „Vielleicht liegt es an der bei uns angesiedelten Netflix-Serie Curon“, meint der Bürgermeister. Über die kostenlose Werbung freut er sich jedenfalls. (bfk)

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