Bernal baute Giro-Führung aus, Zoncolan-Etappe an Fortunato

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Lorenzo Fortunato bei der Zielankunft.
© TOMMASO PELAGALLI

Monte Zoncolan – Der Kolumbianer Egan Bernal hat bei der ersten schweren Bergprüfung des Giro d'Italia am Monte Zoncolan seine Führung deutlich ausgebaut. Den Sieg auf der 14. Etappe mit der Auffahrt über die nur auf den letzten drei Kilometern extrem steile Ostseite des gefürchteten Anstieges unweit der österreichischen Grenze sicherte sich aus einer Ausreißergruppe der Italiener Lorenzo Fortunato.

Bernal nahm seinen Konkurrenten auf dem 205-km-Teilstück von Cittadella zum Ziel auf 1700 m Seehöhe weitere Sekunden ab. Im steilsten Stück des Schlussanstieges parierte der Ex-Tour-de-France-Sieger aus Kolumbien zunächst eine Attacke von Simon Yates, die anderen Gesamtfavoriten konnten hingegen nicht mehr folgen. Später hängte Bernal auch noch Yates um elf Sekunden ab. Der Brite aus dem BikeExchange-Rennstall ist nun 1:33 Minuten hinter dem Ineos-Kapitän neuer Gesamtzweiter. Dritter blieb der Italiener Damiano Caruso (Bahrain) mit 1:51 Rückstand.

Der 25-jährige Fortunato aus dem Wildcard-Team Eolo feierte indes 26 Sekunden vor dem Slowenen Jan Tratnik (Bahrain) seinen mit Abstand größten Sieg. Dritter wurde unmittelbar vor Bernal der ebenfalls in der Fluchtgruppe gewesene Italiener Alessandro Covi (UAE).

Der Oberösterreicher Felix Großschartner leistete im Bora-Team einmal mehr bis ins Finale Helferdienste für Emanuel Buchmann. Der Deutsche wurde 13. und behielt damit Gesamtrang sechs. Der Vorjahreszweite Jai Hindley (Team DSM) musste vor der Etappe aufgrund von schmerzhaften Problemen mit dem Sitzfleisch aufgeben. Der Australier war als 25. aber schon aussichtslos zurückgelegen.

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Die zunächst elf Kilometer mäßig, im Finale aber extrem steile Ostanfahrt von Sutrio auf den Zoncolan stand erst zum zweiten Mal nach 2003 auf den Giro-Programm. Die andere Seite mit über sieben durchwegs enorm steilen Kilometern von Ovaro war zuletzt 2018 befahren worden, damals hatte Chris Froome triumphiert.

Am Sonntag folgt ein hügeliger 150-km-Abschnitt von Grado nach Gorizia inklusive kurzen Abstechern nach Slowenien. Zu Wochenbeginn wartet dann vor dem zweiten Ruhetag die Königsetappe über 212 km mit 5.700 Höhenmetern von Sacile über die Pässe Fedaia, Pordoi und Giau nach Cortina d'Ampezzo. (APA)


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