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TT-Analyse zur Stadtkoalition: Nach der Halbzeit könnte bald Schluss sein

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Dass Georg Willi zur Halbzeit seiner Amtszeit vorerst nicht vor die Presse tritt, wie es Politiker sonst gerne machen, das ist wohl vor allem Taktik.
© Thomas Böhm

„Wir alle sind Stadt.“ Das hatte der neue Innsbrucker Bürgermeis­ter Georg Willi exakt vor drei Jahren bei seiner Angelobung verkündet. Zur Halbzeit der Legislaturperiode ist außer dem Sager nicht mehr viel übrig. Schon gar nicht die einst neu aufgelegte Viererkoalition.

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Dass Georg Willi zur Halbzeit seiner Amtszeit vorerst nicht vor die Presse tritt, wie es Politiker sonst gerne machen, das ist wohl vor allem Taktik. Die Grünen scheinen ihren Bürgermeister aus der Schusslinie nehmen zu wollen. Beschädigt wurde der Hoffnungsträger in den vergangenen drei Jahren oft genug. Schuld war man oft genug selbst daran.

Auch wenn es niemand offen sagt: Es riecht nach Neuwahl in der Stadt. Willis derzeitige Zurückhaltung mag ein Indiz dafür sein. Dass VP-Vizebürgermeister Hannes Anzengruber jeden Tag von einem anderen Pressefoto lacht, ein anderes. Die Spielchen um eine Kontrollamtsprüfung von Sitzbänken passen auch ins Bild eines Vor-Vorwahlkampfs.

Warum derzeit noch weitergewurschtelt wird, liegt auf der Hand. Georg Willi hat de facto wohl keinen Konkurrenten, der ihn in einer Direktwahl schlagen würde. Außerdem will keine Partei „schuld“ an der Neuwahl sein. Und letztlich sitzen im jetzigen Gemeinderat auch Mandatare, die im Falle einer Neuwahl dort nicht mehr Platz nehmen würden und damit wenig Freude mit einem Urnengang hätten. Doch das Budget 2022 wird wohl der Knackpunkt. Und dann gilt zumindest: Die Stadt ist am Wort.


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