Morddrohungen: Trentiner Landeshauptmann unter Polizeischutz

Wegen seines Umgangs mit dem Problem von Bären und Wölfen in der Region ist der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti ins Visier von Tierschützern geraten: Es gab wiederholt Morddrohungen gegen den Politiker.

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Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti benötigt derzeit Polizeischutz.
© Vanessa Rachlé

Trient – Nach wiederholten Morddrohungen seitens von Tierschützern, ist der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti unter Polizeischutz gestellt worden. Dies teilte der Regierungskommissar Sandro Lombardi am Montag mit. Fugatti, Politiker der rechten Lega, ist wegen seines Umgangs mit dem Problem von Bären und Wölfen in der Region immer wieder ins Visier von Tierschützern geraten.

Im Trentino leben circa 90 Bären in freier Wildbahn. Manchmal dringen sie in Wohngebiete ein und attackieren Nutztiere. Im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts waren im Jahr 1999 ein Dutzend Bären aus Slowenien in die Region gebracht und ausgesetzt worden.

Der internationale Tierschutzverband OIPA hat bei der Staatsanwaltschaft von Trient einen Antrag auf Schließung des Bärenpflegezentrums in Casteller eingereicht. Der Antrag wurde vorgelegt, nachdem die Carabinieri im Auftrag des italienischen Umweltministeriums einen Bericht über die schlechten Lebensbedingungen der Problembären verfasst hatten, die im Zentrum gefangen gehalten werden. Der Lebensraum für die Tiere sei beschränkt. Der Verband kündigte eine Klage gegen den Trentiner Landeshauptmann Fugatti an. Dieser ist bei Tierschützern ins Visier geraten, weil er problematische Tiere erlegen will. (APA)


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