Kokain im Wert von rund einer Million in Bayern im Biomüll gefunden

Die Drogenpakete waren in einem Karton mit Bananen versteckt. Dieser landete in Erding im Biomüll. Laut Zollamt soll die Lieferung über die Niederlande aus Ecuador verschifft worden sein.

  • Artikel
Symbolfoto.
© APA/dpa/Christian Charisius

Erding – Kokain im Wert von rund einer Million Euro haben Mitarbeiter eines Logistik-Unternehmens im oberbayerischen Landkreis Erding im Biomüll gefunden. Kurz zuvor war der Karton mit Bananen wohl von anderen Angestellten in den Abfallcontainer geworfen worden, wie das Zollamt am Dienstag mitteilte.

„Dem Umstand, dass der Karton Fremdkörper enthielt – das mit Klebeband umwickelte und jetzt sichergestellte Kokain – hätten sie keine weitere Bedeutung zugemessen“, hieß es. Der Fund ereignete sich schon Mitte Mai. Die rund 4,5 Kilogramm Kokain wurden sichergestellt.

Laut Zollamt soll die Lieferung mit Bio-Bananen über die Niederlande aus Ecuador verschifft worden sein. Insgesamt seien 1150 Kartons an den Händler in Erding geliefert worden. Davon seien die meisten bereits an Supermärkte in ganz Bayern verteilt worden.

Einsatzkräfte von Polizei und Zoll hätten all die Kisten inzwischen durchsucht und kein weiteres Kokain gefunden, sagte ein Sprecher des Zolls. „Wir gehen deshalb davon aus, dass bei der Verpackung im Herkunftsland ein Fehler gemacht wurde und das Kokain eigentlich für ein anderes Land bestimmt war.“ Ansonsten hätten die Ermittler mehr gefunden, so der Sprecher. Offenbar handle es sich um einen „Irrläufer“. (dpa)

3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Schlagworte