Kreativwirtschaft in Tirol ausbaufähig: „Wollen, dass alle kreativ werden“

Aktionen und Projekte sollen die Entwicklung der Tiroler Kreativwirtschaft fördern.

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Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser (links) und Kreativwirtschaft-Sprecher Tom Jank fordern mehr Unterstützung.
© WK/Die Fotografen

Innsbruck – Designer, Architekten, Fotografen, Schriftsteller oder Werbetexter – alles Berufe aus dem Bereich der so genannten Kreativwirtschaft. Rund 3500 Unternehmen zählen in Tirol dazu, 10.000 Menschen sind in dieser Branche beschäftigt, 1,2 Milliarden Euro an Umsatz werden jedes Jahr generiert. Der Sektor ist hierzulande ausbaufähig, erklärten Verantwortliche der Wirtschaftskammer (WK) gestern bei einer Pressekonferenz. Aktionen und Projekte sollen diese Entwicklung fördern.

Gebündelt werden die Bestrebungen seit Frühjahr vergangenen Jahres in der Initiative „kreativland.tirol“, angesiedelt in der Tiroler Standortagentur. „Es braucht nicht nur neue Ideen, sondern auch einen Prozess bis zur Umsetzung dieser“, sagte WK-Präsident Christoph Walser. Diese „neue Struktur“ sei aufgebaut worden, „damit es am Ende des Tages auch ein Ergebnis gibt“. Um den Wirtschaftsstandort Tirol und dessen Transformation voranzutreiben, braucht es laut Walser die Kreativwirtschaft, die auch „ungewöhnliche Perspektiven beleuchtet“.

Mitte Juni startet eine Online-Plattform, über die sich Mitglieder der „kreativland.tirol“ vernetzen können. „Über unsere Branche hinaus“, betonte Tom Jank, Fachgruppenobmann und Sprecher der Tiroler Kreativwirtschaft. „Wir wollen, dass alle kreativ werden.“ Brauche beispielsweise ein Handwerker Hilfe bei einem kreativen Prozess, könne er sich diese bei der Initiative holen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, Interessierte können sich über anmelden.

Die Ausgangslage für kreative Prozesse will die Wirtschaftskammer in den kommenden Jahren so angenehm wie möglich gestalten, die Branche im Land ausbauen. „Das würde auch andere Branchen befeuern“, meinte Jank. Damit Ideen und Innovationen umgesetzt werden können, braucht es eine Finanzierung. WK-Präsident Walser wünschte sich, dass die Tiroler Politik „in die Kreativität investiert, etwa mit Wirtschaftsförderungen in diesem Sektor“. (bfk)


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