Landecker Regionalmanagement regioL bot der Krise die Stirn

Das Regionalmanagement regioL sicherte 1436 Jobs und stoppte Abwanderung in der Krise.

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Das Team der Regionalentwickler zog Bilanz: Waltraud Handle, Gerald Jochum, Steffi Peterbauer, Sandra Careccia, Gabriele Juen, Eva Hergel und Helmut Mall (v. l.).
© Wenzel

Landeck – Mit Spitzen bis zu 25 Prozent und einem Jahresschnitt von mehr als 13 Prozent Arbeitslosigkeit landete der Bezirk Landeck einen österreichweiten Negativrekord im Corona-Jahr 2020. Ohne Impulspakete, die das Team der Regionalentwickler geschnürt hat, wäre der „Corona-Notstand“ noch heftiger ausgefallen. „Das Regionalmanagement regioL hat der Krise die Stirn geboten“, hob Christian Stampfer von der Abteilung Landesentwicklung kürzlich bei der Generalversammlung hervor. „Aber auch Jahre vor der Krise hat sich gezeigt, dass die Bündelung der Kräfte ein wesentlicher Baustein für erfolgreiche Weiterentwicklung im Bezirk ist.“

Das Team mit Obmann Helmut Mall und Geschäftsführer Gerald Jochum ist angetreten, um Impulsprojekte von der Idee bis zu Umsetzung aufzubereiten. Von 2015 bis Ende 2020 konnten in Summe 320 Projekte realisiert werden. Dazu flossen Fördermittel in Höhe von 12,6 Mio. Euro (Land, Bund und EU) in den Bezirk – die Förderspritze hat ein Investitionsvolumen von sage und schreibe 91,5 Mio. Euro ausgelöst.

In der regioL-Bilanz sind zudem 1436 Arbeitsplätze ausgewiesen, die in Zusammenhang mit den Investitionen entweder neu geschaffen oder gesichert werden konnten, der Großteil in der Region Obergricht. Mehr als 40 Prozent sind Frauenarbeitsplätze. Im Zuge der Ortskernrevitalisierung entstanden 4431 Quadratmeter Wohnraum – nach modernsten Richtlinien renoviert. Die Investitionen in erneuerbare Energie warfen rund zwei Mio. kWh/Jahr ab, was dem Stromverbrauch von 571 Haushalten entspricht.

Das Projektpaket zeigt auch Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung im Bezirk. Ohne Aktivitäten würde die Wohnbevölkerung (derzeit 44.500 Einwohner) um 1541 Personen schrumpfen.

„In der Förderpolitik der EU sollen künftig Klimaschutzprojekte, Schaffung von Wohnraum und soziale Integration gestärkt werden“, weiß Experte Stampfer. (hwe)


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