Außerferner Selbsthilfe bei Holzbesorgung

Leergefegter Holzmarkt führt zu Rückbesinnung auf heimische Kreisläufe.

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Die heimischen Wälder stehen voller Holz – man will es jetzt verstärkt herausholen.
© Mittermayr

Reutte – Ein beispielloser Holzengpass auf dem Weltmarkt lässt auch in Tirol die Preise in die Höhe schnellen, gefährdet Arbeitsplätze und stellt Bauprojekte in Frage, da holzverarbeitende Unternehmen mit dem essentiellen Rohstoff teils nur noch marginal oder gar nicht beliefert werden. Christian Saurer, einer der Geschäftsführer von Holzbau Saurer in Höfen, ergriff nun die Initiative und versucht zusammen mit der Forstinspektion im Bezirk Reutte einen Notausgang in die heimischen Wälder zu finden. Denn längst ist Holz internationale Ware großer Player, regionale Kreisläufe sind oft nicht mehr vorhanden. Außerferns Forstchef Josef Walch nahm Gespräche mit den Waldbesitzern auf und ermunterte sie, proaktiv mit Schlägerungen zu beginnen. Der Holzpreis sollte nach dem vergangenen Tief nun für sie passen, glaubt Walch. Die Behörde könne bei den 20-jährigen Hiebsätzen Flexibilität zeigen. Die wenigen verbliebenen lokalen Sägewerke werden das Holz aufarbeiten, teils auch Rundlinge den Bezirk verlassen und als Leimbinder heimkehren. Davon profitieren sollen alle Holz- bauer im Bezirk, nicht nur Saurer. (hm)

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