Die DFB-Stars sind für Seefeld wie ein „Ritterschlag“

Das deutsche Nationalteam mit den Rückkehrern Thomas Müller und Mats Hummels wird am Freitag mit großer Vorfreude in Seefeld erwartet.

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Die roten Willkommens-Banner und -Fähnchen sind in Seefeld aktuell allgegenwärtig.
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Seefeld – Auf 1200 Metern sind heute am Plateau immerhin 17 Grad vorhergesagt. Und das wäre ein echter Kontrast zum kühlen, regnerischen Grau, das vor dem Start in die Vorbereitung auf die Fußball-EM die Vorhut mit dem Trainer- und Betreuerstab um Joachim Löw gestern in Tirol empfing.

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Vom Balkon der Suiten im imposant gelegenen Teamhotel Nidum kann auch der Bundestrainer bei schönem Wetter den Blick schweifen lassen auf die immer noch schneebedeckten Berggipfel und das zauberhafte Inntal. Der Panoramablick von oben nach unten symbolisiert die Bandbreite bei Löws finaler Turniermission: Ein letzter Gipfelsturm ist der Plan, ein erneuter tiefer Absturz wie bei der WM 2018 das andere Extrem.

Es ist ein Ritterschlag für die Region, dass man so wieder starten darf in den Sommer. Es geht für uns von null auf hundert.
Elias Walser, Geschäftsführer Olympiaregion Seefeld

Titel, Endspiel, Halbfinale: Der 61-jährige Löw hat es vermieden, nach der Achterbahnfahrt der letzten drei Jahre öffentlich eine konkrete und allzu forsche Zielvorgabe zu formulieren. Wobei klar ist: Der Weltmeistertrainer von 2014 will durchs große Tor abtreten.

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„Loslegen und durchhalten bis zum Ende“, lautet Löws Turnieransage. 27 Tage plus x lautet das Zeitfenster. Das unwürdige und frühe Ende würde ein EM-Aus schon nach dem letzten Gruppenspiel gegen Ungarn am 23. Juni in München markieren. Das Optimum wären 45 gemeinsame Tage bis zum großen EM-Finale am 11. Juli im Londoner Wembleystadion.

In Seefeld kommen weltmeisterliche Gefühle auf – das DFB-Team um Rückkehrer Thomas Müller (l.) bereitet sich auf die EURO vor.
© gepa

Los geht’s aber in Österreichs Bergwelt. In Seefeld ist alles präpariert, um Löws 26-Mann-Kader auch in Corona-Zeiten ein ideales Arbeitsumfeld zu bereiten. Für den Tourismus in der Olympiaregion ist der DFB-Aufenthalt „extrem wichtig“ nach dem monatelangen Lockdown. „Es ist ein Ritterschlag für die Region, dass man so wieder starten darf in den Sommer. Es geht für uns von null auf hundert“, sagte Elias Walser, der Geschäftsführer der Olympiaregion Seefeld.

Die Gastgeber erhoffen sich vom Aufenthalt des DFB-Trosses Werbung für Seefeld „als sichere Urlaubsregion“ in Zeiten der Pandemie, wie Walser der Deutschen Presse-Agentur sagte: „Die Mannschaft ist ideal dafür.“ Noch im Februar, als Tirol zum Virusvariantengebiet erklärt wurde, zweifelten die Seefelder. „Da habe ich gedacht, oha, das kann knapp werden“, gestand Walser. Jetzt ist die Corona-Lage entspannter.

CL-Finalisten reisen nach

Rote „Willkommen“-Fähnchen flattern überall im Wind. Das Teamhotel zieren Banner in Schwarz-Rot-Gold. „Die Mannschaft grüßt die Olympiaregion Seefeld“, steht am Hang. Seit Donnerstag parken zwei Teambusse vor der Herberge mit einem riesigen Wellnessbereich. Sogar ein Wanderweg ins Mösertal wurde für die Urlauber gesperrt. „Wir lassen die Mannschaft in Ruhe trainieren“, bemerkte Walser.

Kadertechnisch wird Toni Kroos nach seiner Corona-Infektion frühestens in der kommenden Woche erwartet, ebenso die Champions-League-Finalisten Ilkay Gündogan (Manchester City), Timo Werner, Antonio Rüdiger und Kai Havertz (FC Chelsea). (dpa)


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