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Wenn die Zweisamkeit am Ende ist

Ehescheidungen können einvernehmlich gelöst werden oder – im Streitfall – durch Gerichtsurteil. Darüber informiert Rechtsanwältin Birgit Hermann-Kraft.

Ist die Ehe am Ende, dann empfiehlt es sich, rechtliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
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Wenn „home, sweet home“ nur mehr bitter schmeckt und der größte Horror das nächste „gemeinsame“ Wochenende ist, es einfach nichts mehr gibt, was Ihnen noch gemeinsam Spaß macht, der Umgangston vor den Kindern immer rauer wird und Sie nicht mehr vernünftig miteinander reden können, ist es Zeit, einen „Beziehungskassasturz“ zu machen und sich zu fragen: Wenn ich diese Lebensgemeinschaft aufgebe, wo stehe ich? Bin ich finanziell unabhängig, möchte ich dort wo ich jetzt wohne weiterhin wohnen bleiben, welche Betreuung brauchen meine Kinder?

Naturgemäß werden diese Fragen von beiden Ehepartnern völlig unterschiedlich beantwortet werden, sonst stünden sie ja nicht vor der Scheidung, und es wird manchmal nicht möglich sein, eine einvernehmliche Vorgehensweise zu finden, da die emotionalen Belastungen zu groß sind. Dann ist es unumgänglich, mit rechtlicher Unterstützung gerichtliche Entscheidungen herbeizuführen.

Im Scheidungsrecht stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, um die Fragen zu klären: Wen trifft das Verschulden am Scheitern der Ehe, wer hat wie viel Unterhalt dem anderen zu bezahlen, wie werden das Vermögen und die Schulden aufgeteilt, welche Kontakt- und Obsorgeregelungen werden für die Kinder getroffen? Das Gericht entscheidet auf Grund eines durchgeführten Beweisverfahrens, nachdem alle Argumente von beiden Seiten gehört wurden. Eine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung ist für alle beteiligten Parteien bindend. So wird der Rechtsfriede wieder hergestellt.

Natürlich kosten Gerichtsverfahren Geld, aber manchmal müssen unüberbrückbare Positionen in einem Verfahren mit einem Gerichtsurteil geklärt werden, um damit nach der Scheidung für die ehemaligen Eheleute und ihre Kinder echte neue Perspektiven zu ermöglichen.Es gibt eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, es gibt eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden (Buch Kohelet, Kap. 3,5; 3,7). In jeder Phase Ihres Ehestreits gibt es die Möglichkeit, eine streitige in eine einvernehmliche Scheidung umzuwandeln, aber das braucht eben oft Zeit, soll aus der Ehekrise nicht auch noch eine Lebenskrise werden.

Kontakt und weitere Infos:

RAin Birgit Hermann-Kraft

hermann@ad-voc.at

www.ad-voc.at


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