Subaru Forester: Förster im Nadelstreif

In seiner Paradedisziplin Gelände macht dem Forester erwartungsgemäß niemand etwas vor.

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Sportliche Eleganz mit permanentem Allradantrieb: der Subaru Forester in der Sport-Edition.
© Angela Fuchs

Von Martin Lugger

Kramsach – Den Forester mit langen Worten vorzustellen, hieße, Kürbisse nach Hokkaido tragen. 1997 als Geländekombi auf den Markt gebracht, ist der robuste Japaner vielen Offroad-Fans ins Herz gefahren. Die fünfte Generation des Forester setzt seit 2018 die Legende fort – als (fast) lupenreines SUV. Wie vielen anderen neu aufgelegten ehemaligen Geländewagen hat man auch dem Forester im Laufe der Jahre die Kanten feingeschliffen. Ungeachtet des Namens ist er längst kein rustikaler Wald- und Wiesenarbeiter mehr. Allerdings hat sich der Forester nicht nur seine geländegängigen Gene erhalten. Das typisch-markante und zugleich erfrischende Äußere sticht aus dem SUV-Einheitsbrei wohltuend hervor.

In Sachen Design setzt die aktuelle Sport Edition noch einen drauf. Orangefarbene Akzente an der Karosserie sowie im offen und geräumig wirkenden Innenraum trimmen den Forester geschmackvoll in Richtung Racing. Neben Dark-Metallic-Felgen gibt es für Outdoor-Freunde noch rutschfeste Pedale und wasserabweisende Bezüge für die äußerst bequemen Sitze. Die mutmaßliche Camping-Ausrüstung auf der großzügigen, ebenen Ladefläche wird bei offener Heckklappe mit zusätzlichen LEDs beleuchtet.

Technik und Motorisierung bleiben bei der Sport Edition unangetastet. Echte Sportlichkeit kommt beim elektrisch unterstützten 2-Liter-Boxer dann auch nicht auf. Dennoch sorgt das Mild-Hybrid-System mit stufenloser Automatik für eine ordentliche Kraftentfaltung. Der kleine E-Motor fährt bei niedrigen Geschwindigkeiten im Schiebebetrieb sowie im rollenden Stadtverkehr auch allein. Ein stärkerer Druck aufs Gaspedal schaltet den laufruhigen und bei Konstantfahrt praktisch unhörbaren Benziner nahtlos wieder dazu. Obwohl die rein elektrischen Passagen im Alltag selten sind, kann sich der Testverbrauch von 8,2 Litern absolut sehen lassen.

Richtig glänzen kann der Forester in Sachen Verarbeitung, Haptik und Wohlfühlfaktor. Von den Ledereinsätzen über den weichen Kunststoff bis zu den hervorragenden Bedienelementen wirkt alles wie aus einem Guss. Auf das Einsteigen freut man sich wie auf den Lieblingssessel nach Feierabend.

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Noch komfortabler wird es durch die einwandfrei funktionierenden elektronischen Assistenzsysteme. Die Bedienung ist dabei vorbildlich einfach und logisch gelöst. Sind alle Hilfssysteme aktiviert, fühlt man sich als Fahrer zuweilen fast schon überflüssig. Wer den Blick allerdings zu lange über die Landschaft streifen lässt, wird rasch von der Gesichtserkennung ermahnt, die Augen auf die Straße zu richten. Sicher ist sie jedenfalls, die schöne neue Autowelt.

In seiner Paradedisziplin Gelände macht dem Forester erwartungsgemäß niemand etwas vor. Das Allrad-Managementsystem „X-MODE“ stimmt das Fahrzeug je nach Einstellung und Untergrund optimal ab. Das Versprechen, sich als Fahrer aufs Lenken konzentrieren zu können, löst der Forester im Test eindrucksvoll ein. Da fühlen sich selbst Anfänger schnell als Offroad-Könige.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Benzin-Elektro-Hybrid

Hubraum: 1995 ccm

Drehmoment: 194 Nm

Leistung: 110 kW/150 PS

L/B/H: 4625/1815/1730 mm

Gewicht: 1682/2185 kg

Kofferraumvolumen: 509–1751 l

Tankinhalt: 48 l

Höchstgeschwindigkeit: 188 km/h

0–100 km/h: 11,8 Sekunden

Testverbrauch: 8,2 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 43.990 Euro

CO2-Emission: 185 g/km


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