Aufregung um Aus für Fügener Teststraße

Das Land Tirol hatte vor, mit diesem Sonntag die vom Roten Kreuz betriebene Covid-Teststraße in der Fügener Festhalle zu schließen. Nun hat sich LHStv. Josef Geisler des Problems angenommen.

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Die Festhalle in Fügen wurde zur Testhalle. Sonntag hätte sie schließen sollen, doch das dürfte nun verhindert werden.
© Dähling

Fügen – Die Empörung und das Unverständnis waren gestern groß im vorderen Zillertal: Das Land Tirol hatte nämlich vor, mit diesem Sonntag die vom Roten Kreuz betriebene Covid-Teststraße in der Fügener Festhalle zu schließen. „Es gibt nach wie vor viele Ungeimpfte in unserem Bezirk. Auch diese Leute wollen zum Friseur oder ins Gasthaus. Außerdem stehen wir kurz vor dem Start in die Sommersaison. Nicht jeder Betrieb hat die Kapazitäten, seine Gäste selbst zu testen“, sagt Wirtschaftsbund Bezirksobmann Alois Rainer. Beim Wirtschaftsbund würden derzeit die Telefone heißlaufen.

Auch der Fügener Bürgermeister und VP-Landtagsabgeordnete Dominik Mainusch hat dafür aus denselben Gründen wie Alois Rainer kein Verständnis. „In der Testhalle werden täglich 300 bis 400 Tests gemacht“, macht er deutlich. Es sei der strategisch denkbar schlechteste Zeitpunkt, die Testinfrastruktur abzubauen. Doch der Vertrag mit dem Roten Kreuz endet mit 30. Mai. „Der Juni wäre ein wichtiger Erfahrungsmonat, nach dem resümiert und eine Entscheidung getroffen werden kann. Stattdessen hat sich das Land bereits Anfang April im Rahmen der Neuausschreibung gegen den Standort Fügen entschieden, es aber gegenüber der Region nicht kommuniziert“, ärgert sich Mainusch.

Der Wirbel hat offenbar Wirkung gezeigt, denn LHStv. Josef Geisler hat sich des Problems angenommen. Mit Gesundsheitslandesrätin Annette Leja habe er vereinbart, das Thema am Dienstag in der Regierungssitzung zu behandeln. Es gehe darum, eine Lösung für Teststraßen zu finden, die extern organisiert werden und neu ausgeschrieben worden sind. Ziel sei es, dass das Land die Vorfinanzierung übernehme. Bis dahin wolle man mit örtlicher Hilfe dafür sorgen, dass die Teststraße offen bleibt, erklärt Geisler. (ad)

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