Ampasser Ortschef sammelt Unterschriften für eigenes Projekt

Am ehemaligen Feuerwehr-Areal will Bürgermeister Hubert Kirchmair zwölf Einheiten für betreutes Wohnen mit Nebenflächen und Tiefgarage errichten.

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Ist die Grundfläche in Ampass groß genug für das Projekt „Betreutes Wohnen“ oder nicht? Diese Frage sorgt im Ort für Diskussionen.
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Von Catharina Oblasser

Ampass – Vor Kurzem flatterte den Haushalten der Gemeinde Ampass ein ganz besonderer Postwurf in den Briefkasten: Es geht um ein Projekt am ehemaligen Feuerwehr-Areal. Dort will Bürgermeister Hubert Kirchmair (Gemeindeliste Ampass) zwölf Einheiten für betreutes Wohnen mit Nebenflächen und Tiefgarage errichten. Kirchmair ersucht die Ampasser um Unterschriften zur Befürwortung des Projekts.

Eine ungewöhnliche Vorgehensweise, denn der Bürgermeister verfügt über die absolute Mehrheit, und das Projekt wurde im Gemeinderat bereits abgesegnet. „Ich mache das interessehalber, um zu sehen, wie viele Unterschriften ich zusammenbringe“, erklärt Kirchmair. „1000 werden es sicher. Das soll zeigen, dass die Bevölkerung dahintersteht.“ Dass nicht alle im Gemeinderat dafür sind, das sei normal, findet er. „Überhaupt so kurz vor den Wahlen.“

Die Projektgegner haben allerdings handfeste Gründe für ihre Ablehnung. In erster Linie sei die Fläche zu klein, kritisiert Gemeinderat Gebhard Schmiederer (Freiheitliche und unabhängige Ampasser Liste). „Gegen das betreute Wohnen als solches hat niemand etwas, aber auf diesem Grundstück ist viel zu wenig Platz.“ Auch die Besitzer der Nachbargrundstücke sehen das so. Sie haben Einspruch erhoben und wollen das auch weiterhin tun.

Besonders ärgerlich findet Schmiederer den Inhalt von Kirchmairs Postwurf. „Da wird behauptet, die Gemeinde habe keine anderen verfügbaren Flächen, aber das ist die Unwahrheit“, meint Schmiederer in Richtung Bürgermeister. Der Bebauungsplan wird nach einigen Änderungen noch einmal Thema im Gemeinderat sein. Die aufsichtsbehördliche Genehmigung steht noch aus.


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