Schweizer Moto3-Pilot Dupasquier erlitt bei schwerem Sturz Polytrauma

Die Motorsportwelt bangt um das Leben von Jason Dupasquier. Der Moto3-Pilot erlitt bei seinem Sturz lebensgefährliche Verletzungen und befindet sich in einem "sehr ernsten Zustand".

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Jason Dupasquier wurde schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Florenz geflogen.
© TIZIANA FABI

Mugello – Mit einer Rekordzeit in Mugello hat sich der WM-Führende Fabio Quartararo zum vierten Mal en suite in dieser MotoGP-Saison die Pole Position gesichert. Der Franzose verwies auf seiner Yamaha am Samstag die auch im WM-Klassement hinter ihm postierten Francesco Bagnaia und Johann Zarco (beide Ducati) auf die Plätze zwei und drei. Seine Pole-Runde, die er in 1:45,187 Min. absolvierte, widmete Quartararo dem Moto3-Piloten Jason Dupasquier, der Opfer eines schweren Sturzes wurde.

Der 19-jährige Schweizer kam mit seiner KTM kurz vor dem Ende nach dem Ausgang der Hochgeschwindigkeitskurve "Arrabbiata 2" zu Fall. Am Boden liegend wurde er vom nach ihm folgenden Japaner Ayumu Sasaki getroffen. Dieser stürzte ebenfalls schwer, so dass das Qualifying sofort abgebrochen wurde. Dupasquier blieb lange auf dem Asphalt liegen, ehe er nach knapp einer Dreiviertelstunde mit dem Helikopter nach Florenz geflogen wurde.

Dupasquier erlitt Polytrauma

Der Freiburger sei in "sehr ernstem Zustand", erklärten die Ärzte des Traumacenters im Florentiner Spital Careggi laut italienischen Nachrichtenagenturen. Man müsse nun abwarten, Dupasquier habe ein Polytrauma erlitten. Mit diesem Begriff werden lebensgefährliche Verletzungen an verschiedenen Körperregionen beschrieben. Unter anderem seien eine Computertomographie (CT) und eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt worden. Die Pole Position sicherte sich der Japaner Tatsuki Suzuki (Honda) vor dem spanischen WM-Leader Pedro Acosta (KTM).

Auch Quartararo war zunächst geschockt von dem Vorfall, dennoch raffte er sich für eine außergewöhnliche Runde zusammen. "Ich glaube, das ist die beste Runde, die ich je in meinem Leben gefahren bin", sagte er in einem Interview. "Auf dieser Strecke kann man das Adrenalin förmlich spüren. Ich war überall am Limit." Die KTM-Piloten Brad Binder und Miguel Oliveira belegten die Plätzen sechs respektive sieben, Elfter war Serien-MotoGP-Champion Marc Marquez. (APA, dpa)

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