Raiders zogen mit 20:13-Sieg gegen Vikings ins CEFL-Finale ein

Nach einem harten Kampf gegen den Erzrivalen Vienna Vikings feierten die Swarco Raiders im Halbfinale der CEFL am Samstag einen 20:13-Heimsieg.

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Quarterback Sean Shelton und die Raiders stehen im CEFL-Finale.
© Daniel Schoenherr

Von Alois Moser

Innsbruck – Eine alte Football-Weisheit besagt frei übersetzt: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften.“ Freilich braucht es im American Football aber beide Mannschaftsteile, um gemeinsam Erfolg zu haben. Am Samstag war es die Defense der Swarco Raiders, die den Löwenanteil des hart erkämpften 20:13-Heimsieges gegen die Vikings im Halbfinale der CEFL für sich beanspruchen konnte. Auch wenn die Offensive die wichtigen Punkte lieferte.

Für das langersehnte erste Match vor Zuschauern auf der neuen Football-Anlage am Innsbrucker Tivoli hätten sich die Raiders keinen besseren Gegner wünschen können: Der Erzrivale aus Wien, und dann gleich ein Europacup-Halbfinale.

Auch der Beginn lief für die Tiroler nach Wunsch, Rafael Belici vollendete den ersten Angriff zum Gaudium der Zuschauer gleich zur schnellen 6:0-Führung. Und dabei blieb es bis knapp vor die Pause, denn beide Defensivabteilungen zeigten sich von ihrer stärksten Seite. Offensiv lief bei den Raiders aber bis zur Halbzeit gar nichts mehr zusammen, ob der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle mangelte es Quarterback Sean Shelton meist an geeigneten Anspielstationen.

Die Vikings dagegen machten Druck, mussten sich dank der bärenstarken Tiroler Defensive aber mit zwei kümmerlichen Fieldgoals begnügen – Halbzeitstand 6:6.

Die zahlreichen Zuschauer auf den Rängen und die vielen Zaungästen brachten den lange vermisste Heimspielfaktor bei den Raiders ins Spiel. Und trotzdem schien zu Beginn des letzten Viertels das Pendel in Richtung der Vikings zu schwingen, die erstmals in Führung gingen (6:13).

Das war der Weckruf, der die Raiders-Offensive aus ihrem Dornröschenschlaf riss. Plötzlich kam wieder Schwung in die Tiroler Angriffsbemühungen, und postwendend vollendete Allzweckwaffe Davion Washington einen tollen Lauf zum 13:13-Ausgleich. Nur zwei Minuten später fand Shelton Washington in der Endzone – 20:13. Und weil die Defensive der Raiders auch im Finish standhielt, stehen die Tiroler nun im Endspiel der CEFL (26.6., Gegner entweder Schwäbisch Hall Unicorns oder Calanda Broncos). Dann wird sich zeigen, ob Offensive oder Defensive Spiel und Meisterschaft gewinnt.


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