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Kälte verzögert Ernte in Tirol: Kampf um jede reife Beere

Das nass-kalte Wetter im Frühling setzt den Obstbauern heuer zu. Die Erdbeer-Saison verzögert sich deshalb um zwei bis drei Wochen. Der Geschmack sei aber gut, wird betont.

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Mit zwei bis drei Wochen Verspätung setzt in diesen Tagen die erste Ernte von heimischen Erdbeeren ein. Insgesamt hat der kalt-nasse Frühling Tirols Obstbauern zugesetzt, Folien sind immer mehr Thema.
© Rita Falk

Von Liane Pircher

Innsbruck – Egal, ob Erdbeere oder Himbeere. Das Geschäft mit den Beeren war bis dato in Tirol klimabedingt schon immer herausfordernd. Heuer ist es besonders extrem. Zuerst der Frost, dann die kalte Nässe, sie haben vor allem den Erdbeeren zugesetzt: „Vor allem der Frost ist bedrohlich. Wir haben erst vor wenigen Tagen ein gutes Drittel am Feld verloren“, sagt Sebastian Hacket. Seine Familie bewirtschaftet als Obstbauern u. a. in Kematen Erdbeerfelder – die Früchte werden verkauft, Kunden können aber auch selber pflücken. Ab Montag geht das Geschäft los, das Selberpflücken wird noch warten müssen: „Je nach Wetter und Reife der Beeren wird das Mitte bis Ende Juni möglich sein“, sagt Hacket. Anders als in den Jahren zuvor sei man heuer um zwei bis drei Wochen später dran. Zumindest könne man dann damit rechnen, dass sich die Tiroler auf die Früchte freuen: „Regionalität ist gefragt, die Leute schmecken den Unterschied zu Erdbeeren, die Tausende Kilometer hergekarrt werden“, sagt Hacket.


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