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Weltnichtrauchertag: „Jugendschutz besteht nur auf dem Papier“

Während der Corona-Monate nahm zwar der Zigarettenschmuggel ab, der Konsum selbst stieg aber an. Zum morgigen Weltnichtrauchertag fordern Experten mehr Kontrollen beim Jugendschutz.

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Experten fordern auch in Tirol die Möglichkeit für Testkäufe – bisher erfolglos.
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Von Michaela Spirk-Paulmichl

Innsbruck – Bevor das Rauchverbot in der Gastronomie vor rund eineinhalb Jahren in Kraft trat, lag Österreich an 30. und damit letzter Stelle in Europa, was die Bemühungen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs betrifft. Inzwischen ist es auf Platz 20 vorgerückt, laut Experten sollte aber noch viel mehr unternommen werden, um das Ziel dieses Rahmenübereinkommens der WHO zu erreichen, nämlich „die heutige und auch zukünftige Generationen vor den verheerenden gesundheitlichen, sozialen und die Umwelt betreffenden Folgen des Tabakkonsums und des Passivrauchens zu schützen“. „Zukünftig sollte auch die Durchsetzung der Tabakgesetze stärker in die Bewertung eingehen. Denn ein Nichtraucherschutz, der nicht überwacht wird, umgangene Werbeverbote und ein Jugendschutz, der nur auf dem Papier besteht, bringen keinen Fortschritt“, kritisiert der Internist Manfred Neuberger, Vizepräsident der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden.


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