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Die Kaiserschnecken und die Entdeckung der Langsamkeit

Simone Embacher züchtet seit drei Jahren Weinbergschnecken in Ellmau. Was die Tiere mit Briten und Oktopussen gemeinsam haben und warum in ihnen ganz viel Amore und Zukunftspotenzial stecken, zeigt ein Besuch auf Tirols erster Schneckenfarm.

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Zigtausende Weinbergschnecken tummeln sich auf Simone Embachers Schneckenfarm in Ellmau.
© Rita Falk

Von Nicole Strozzi

Das Wetter ist wenig kaiserlich bei unserem Besuch auf Simone Embachers Schneckenfarm auf dem Mühlberg in Ellmau, etwas oberhalb des berühmten „Bergdoktor-Hauses“. Normalerweise würden wir jetzt das herrliche Panorama des Wilden Kaisers genießen, aber es gießt wie aus Kübeln, vom Kaiser ist nichts zu sehen. Und trotzdem ist die Stimmung einzigartig.

Gesittet wie die Engländer

Simone Embacher empfängt uns, ganz Profi, in gelbem Regenmantel, Gummistiefeln und Strohhut und zeigt uns ihr Reich. „Ich bin jeden Tag hier oben, schaue nach dem Rechten, es ist meine Oase“, erzählt die Unterländerin, während wir durch das nasse Gras stapfen. Die 42-Jährige betreibt Tirols einzige Weinbergschneckenzucht. Während wir uns über das feucht-kalte Wetter ärgern, kommen die Schnecken für ihre Verhältnisse richtig in Fahrt. Zumindest ihnen taugt der Regen.


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