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Schluckstörungen: Fehlt der Reflex, hilft das Manöver

Schluckstörungen nach Krankheiten, Unfällen oder im Alter schränken das Leben ein. Doch Therapien und Tricks können Betroffenen helfen.

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Schluckstörungen sind nicht nur ein Problem bei Krankheiten oder Unfällen, sondern sie sind durch die demografische Entwicklung.
© iStock

Von Susann Frank

Gesunde Menschen verschwenden nicht einmal einen Gedanken daran, weil es reflexartig passiert: das Schlucken. Personen, die an einer Störung des vom Körper automatisierten Ablaufs leiden, sind sich hingegen voll im Klaren, wie schwer es sein kann und wie schnell sie sich verschlucken. Und Letzteres ist keinesfalls unproblematisch: „Durch das Verschlucken kann Speichel in die Lunge gelangen. Das wiederum kann zu einer schweren Lungenentzündung führen“, erklärt Elke Pucks-Faes, Leiterin der Neurologie des Landeskrankenhauses Hochzirl.

Und weil dem so sei, liege bei Akutereignissen, wie zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einem Gehirntrauma, ein besonderes Augenmerk auf der Funktionalität des Schluckvorgangs. „Das hat einen hohen Stellenwert. Die Frührehabilitation durch Logopäden beginnt schon in der akuten Behandlungsphase“, erläutert die Medizinerin. Allerdings müssten die Betroffenen dafür ansprechbar sein. Ist das der Fall, könnte durch Training auch schnell Verbesserung eintreten. Wichtig dafür ist, dass bei dem Akutereignis nicht der Hirnstamm beschädigt wurde. Denn diese Struktur ist größtenteils für die Steuerung des Schluckaktes verantwortlich. „Ist der Bereich des Großhirns betroffen, kann dem Patienten leichter geholfen werden“, sagt die Neurologin.


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