Protest gegen Flüchtlingspolitik: Vorarlberger wandert barfuß nach Wien

Der Pensionist Harald Purkart will mit dem Barfußmarsch ein Zeichen für die Aufnahme von Geflüchteten setzen. Sein Weg führt über Innsbruck, wo er Bischof Glettler treffen wird.

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Die Zustände in den Flüchtlingslagern bezeichnet Purkart als „Schande für Europa“.
© Panagiotis Balaskas via www.imago-images.de

Meiningen – Der Vorarlberger Harald Purkart wird aus Protest gegen die Zustände in den Flüchtlingslagern an den EU-Außengrenzen barfuß von Meiningen (Bez. Feldkirch) nach Wien marschieren. „Manche Menschen laufen um ihr Leben. Ich laufe für mehr Menschlichkeit“, erklärte der Pensionist wenige Tage vor dem Start seines Fußmarsches am 6. Juni. Nach der Ankunft in Wien – geplant zwischen 7. und 9. Juli – soll es ein Treffen mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen geben.

Die Zustände in den Flüchtlingslagern bezeichnete der passionierte Langstreckenwanderer Purkart als „Schande für Europa“, Österreich gehe mit dem schlechtesten Beispiel voran. Er wolle mit seiner Aktion ein deutliches Zeichen für die Aufnahme von Geflüchteten setzen.

Treffen mit Bischof Glettler

Purkarts Weg führt über Innsbruck, wo er mit Bischof Hermann Glettler zusammentreffen wird, weitere Stationen sind Wörgl, Salzburg, Vöcklabruck und Linz. Von dort geht Purkarts Marsch weiter nach Melk und schließlich über Purkersdorf nach Wien. Mitwanderer seien auf jeder Wegstrecke herzlich willkommen, so Purkart. Berichte über die Wanderung soll es auf Instagram und der Webseite der Vorarlberger Plattform „Uns reicht‘s“ geben, die bereits zahlreiche Demonstrationen „für ein menschliches Fremden-und Asylrecht“ abgehalten hat. (APA)

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