Federer in Paris ohne Probleme, Osaka steigt aus French Open aus

487 Tage nach seinem letzten Match im Stade Roland Garros gewann der 39 Jahre alte Schweizer gegen den Usbeken Denis Istomin. Die Weltranglisten-Zweite Naomi Osaka aus den French Open ausgestiegen. Grund sind Depressionen.

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Roger Federer überzeugte bei seinem Auftaktmatch in Paris.
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Paris – Roger Federer ist der Start in sein 80. Grand-Slam-Turnier gelungen. Der 39-jährige Schweizer setzte sich bei den French Open am Montag in der 1. Runde gegen den usbekischen Qualifikanten Denis Istomin überzeugend mit 6:2,6:4,6:3 durch. Federer kontrollierte das Geschehen bei seinem erst vierten Auftritt in dieser Saison und musste nie an seine Grenzen gehen. Für den Altstar geht es nun gegen den früheren US-Open-Sieger Marin Cilic (CRO) weiter.

Titelverteidigerin Iga Swiatek hatte an ihrem 20. Geburtstag ebenfalls keine Probleme. Die Polin gewann ihr Auftaktmatch gegen die gleichaltrige Slowenin Kaja Juvan 6:0,7:5. Swiatek schloss im ersten Satz perfekt an ihren zwei Wochen davor in Rom eingefahrenen Turniersieg an, als sie der Tschechin Karolina Pliskova im Finale kein Game gelassen hatte. Nächste Gegnerin der Turniernummer acht ist die Schwedin Rebecca Peterson. Mit Nadia Podoroska verabschiedete sich indes eine letztjährige Halbfinalistin. Die Argentinierin unterlag der Schweizerin Belinda Bencic klar mit 0:6,3:6.

Gerührt war Iga Swiatek nach dem Match vom Geburtstagsständchen, das ihr das Publikum sang.
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In einem frühen Männer-Match des Tages gab es im Duell zweier US-Aufschlagriesen einen 7:6(2),6:3,6:4-Erfolg des 22 Asse schlagenden John Isner (Nr. 31) gegen Sam Querrey. Der als gefährlicher Außenseiter in das Grand Slam gestartete Jannik Sinner hatte hingegen einiges an Mühe, um den Franzosen Pierre-Hugues Herbert nach Satzvorsprung und dann -rückstand in 3:32 Stunden mit 6:1,4:6,6:7(4),7:5,6:4 auszuschalten. Im vierten Satz hatte der Südtiroler einen Matchball abzuwehren.

Zum allerersten Mal ein Hauptbewerbmatch in Roland Garros gewonnen hat Daniil Medwedew. Der auch als Nummer zwei gesetzte Weltranglistenzweite zählt Sand nicht zu seinen Lieblingsbelägen, bei seinem fünften Paris-Antritt klappte es aber endlich mit einem Match-Erfolg. Der Russe gab dem Kasachen Alexander Bublik 6:3,6:3,7:5 das Nachsehen. Medwedew hat nach dem Erstrunden-Out Dominic Thiems in der unteren Tableau-Hälfte grundsätzlich Chancen auf ein weites Vordringen im Turnier.

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Williams gewinnt erstes Abendspiel in der Geschichte der French Open

Mit der Spanierin Garbine Muguruza (2016) und der Lettin Jelena Ostapenko (2017) scheiterten zwei frühere Siegerinnen schon in der ersten Runde. Muguruza verlor gegen die 18-jährige Ukrainerin Marta Kostjuk mit 1:6,4:6. Ostapenko unterlag der letztjährigen Finalistin Sofia Kenin aus den USA mit 4:6,6:4,3:6. Auch Bianca Andreescu, die US-Open-Siegerin von 2019, scheiterte zum Auftakt an der Slowenin Tamara Zidansek mit 7:6 (1),6:7(2),7:9.

Serena Williams gab sich in der ersten offiziellen Night Session keine Blöße. Die 39-jährige Amerikanerin musste beim 7:6 (6) 6:2 gegen die Rumänin Irina-Camelia Begu zunächst zwar Satzbälle abwehren, holte sich den zweiten Satz aber souverän.

Wegen Depressionen: Osaka steigt aus French Open aus

Nach Diskussionen über ihren Medienboykott ist die Weltranglisten-Zweite Naomi Osaka aus den French Open ausgestiegen. Die Japanerin begründete ihren Verzicht in Einträgen auf ihren Social-Media-Plattformen mit Depressionen, die sie schon seit dem Antritt bei den US Open 2018 habe. Sie leide auch an sozialer Phobie, schrieb Osaka. Diese Ängste würden sie auch bei Presseterminen begleiten.

Die 23-Jährige hatte in der ersten Runde in Roland Garros am Sonntag mit 6:4,7:6(4) gegen Patricia Maria Tig (ROU) gewonnen. Da sie danach nicht zur Pressekonferenz erschien, wurde sie mit einer Strafzahlung von 15.000 Dollar belegt. Sie werde nun einen Auszeit einlegen, schrieb Osaka. "Ich denke, das Beste für das Turnier, die anderen Spielerinnen und mein Wohlbefinden ist es, wenn ich mich zurückziehe, damit sich alle wieder auf das Tennis in Paris fokussieren können." (APA/dpa)


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