Scharfe Kritik zu Mobilehomes in Pettneu und Leutasch

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Innsbruck – Die Wogen um die Pläne des niederländischen Ferienparkbetreibers Europarcs, der auf Campingplätzen in Pettneu und Leutasch insgesamt 210 Luxus-Mobilhomes aufstellen, sie teuer verkaufen und als Investorenmodelle an Urlauber vermieten will, gehen weiter hoch.

Für den Chef des Transitforums Fritz Gurgiser sind die geplanten Bauwerke „weder ein Wohnmobil noch ein Wohnwagen oder ein Zelt, weil sie auf Fundamenten stehen“. Daher müssten „ein paar Wortverdreher oder Wortkünstler schon einmal in den Spiegel schauen“. Für Gurgiser handle es sich um „Umgehungsversuche bestehender Regelungen“, daran könne auch eine UVP-Pflicht am Tatbestand, dass derartige Konstruktionen nicht mobil sind, nichts ändern. „Enge Gebirgstäler vertragen keinen Wucher an Verkehr und ebenso keinen Wucher an Investoren und Umgehungen.“

Leider sei in Politik, Behörden und Anwaltschaft vielfach eines verloren gegangen, nämlich der „ganz normale Hausverstand“. Und klar sei auch, dass in Tirol heute fast niemand mehr aus eigener finanzieller Kraft und ohne Hilfe von Verwandten oder Banken, die nun schon „Generationenkredite“ anbieten würden, sich selbst Wohnraum zu schaffen. (TT)


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