Gemeinde Arzl grundsätzlich für neue Heimstatt der Bergrettung Imst

Arzl unterstützt die Pläne der Bergrettung Imst, gibt aber noch keine Finanzzusage.

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Hier, an der Einfahrt zum Imster Glenthof, könnte die neue Zentrale der Bergrettung Imst entstehen.
© Paschinger

Imst, Arzl – Man steht noch vor einem weiten Weg, den man aber seitens der Bergrettung Imst konsequent weitergehen will: Es geht um das Projekt „Bergrettungsheim neu der Bergrettung Ortsstelle Imst“. Eine weitere Etappe wurde nun erreicht: Die Gemeinde Arzl fasste nämlich auch formal den einstimmigen Beschluss, das Projekt zu unterstützen. „Es gibt einen Grundsatzbeschluss, dass wir dafür sind“, erläutert der Arzler Bürgermeister Josef Knabl, „aber zur Kostenbeteiligung können und wollen wir jetzt noch nichts sagen.“

Seit Jahren ist die ungünstige Situation für die Imster Bergretter bekannt: Das Bergrettungsheim war bislang in Hoch-Imst angesiedelt, das Bergrettungsfahrzeug parkt aber in der Tiefgarage im Pflegeheim Gurgltal im Stadtzentrum. Ein präferierter neuer Standort wäre direkt bei der Zufahrt zum Glenthof.

Thomas Zangerle, stellvertretender Obmann der Imster Bergrettung, ist einmal froh, den Arzler Gemeinderatsbeschluss zu haben. Aus Karres, Karrösten und Tarrenz fehlen solche Entscheidungen noch. Es wäre ein wichtiges Signal an das Land, wenn man zeigen könne, dass die Gemeinden hier an einem Strang ziehen, meint er. Noch könne man schwer abschätzen, was man an öffentlichen Förderungen bekommen könnte.

Knappe halbe Million Euro Finanzierungsbedarf

Das Projekt am Standort Glenthof ist durchaus kostenintensiv. Man spricht von einer knappen Million Euro an Finanzierungsbedarf. Geplant wäre ein zweigeschoßiges Gebäude mit Garage, Lager, Einsatzzentrale, Vorbereitungsraum, Waschraum und Umkleiden/Garderobe im Erdgeschoß sowie Vortrags- und Schulungsraum samt Küche und ein Flachdach als Übungsterrasse im Obergeschoß.

Mit der Stadt Imst haben die Bergretter bereits einen Unterstützer unter den Kommunen. Stadtchef und VP-Mandatar Stefan Weirather: „Wir haben unseren Kostenanteil von rund 60 Prozent im mittelfristigen Finanzplan berücksichtigt“, erklärt der Stadtchef. Die Bergrettung habe ihrerseits einen Finanzierungsschlüssel der Gemeinden vorgelegt. Arzl würde es mit etwa 95.000 Euro treffen. „Ohne die Beteiligungen der Gemeinden geht es nicht“, appelliert Weirather in Richtung Arzl. (pascal)


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