Debatte um Eule: Erhalt von Therapiezentren gefordert

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Für Gabriele Fischer ist der nahtlose Übergang gesichert
© Böhm

Innsbruck – Die Opposition ist wegen der angekündigten Schließung der Therapiezentren „Eule“ und „forKids“ empört, die zuständige Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) geht in die Offensive. Betroffen sind bekanntlich 1300 Kinder und Jugendliche. „Das Therapieangebot für Kinder mit Entwicklungsstörungen wird nahtlos fortgeführt und um wohnortnahe Therapiemöglichkeiten verbessert“, betont Fischer. Das Angebot für die Kinder und Eltern bleibe und werde verbessert. „Das kann ich allen Eltern versichern. Ändern wird sich lediglich die dahinterstehende Struktur. Hier sind wir inmitten eines laufenden Prozesses, für den noch über ein halbes Jahr bis zur Umsetzung bleibt.“ Leider habe der Verein Lebenshilfe als Träger der Eule entschieden, das Angebot einzustellen.

Bei den Kindern und Jugendlichen den Rotstift anzusetzen, ist aus der Sicht von SPÖ-Chef Georg Dornauer politisch und moralisch inakzeptabel. Er fordert Landeshauptmann Günther Platter (VP) dazu auf, „dem chaotischen Treiben im Sozial-Ressort auf Kosten der Betroffenen ein Ende zu setzen und sich klar zur Eule zu bekennen“.

Die FPÖ kündigt einen Dringlichkeitsantrag im Landtag an, LA Alexander Gamper verlangt sofortige finanzielle Hilfe für die Therapiezentren. Für Markus Sint von der Liste Fritz hat LH Platter ebenfalls Handlungsbedarf, der LR Gabriele Fischer attestiert er, auf einem Irrweg zu sein.

„Beim Testen spielt Geld keine Rolle, bei der psychischen Gesundheit von Kindern wird eingespart“, ist NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer empört. Schließlich seien die Therapieeinrichtungen seit Jahren schon deutlich unterfinanziert. (pn)

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