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Illegal getötete Wölfe: „Und wir müssen die Suppe auslöffeln“

Einen Wolf zu schießen, sei kein leichtes Unterfangen, sagt Landesjägermeister Anton Larcher. (Symbolfoto)
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Dass in Österreich viele Wölfe illegal getötet werden, glaubt Anton Larcher nicht. Tirols Landesjägermeister fürchtet, die Stimmung wird zu Ungunsten der Beutegreifer kippen und die Waid- am Ende Buhmänner sein.

Von Benedikt Mair

Innsbruck, Graun – Anton Larcher macht sich Sorgen. Darüber, dass Wölfe nach und nach aus allen Himmelsrichtungen nach Tirol einwandern, sich hier wohlfühlen, vermehren, Rudel gründen könnten. Die Anwesenheit der großen Beutegreifer sorge bereits jetzt für Spannung. Und in ein paar Jahren, „wenn die Population, wie prognostiziert, um das Fünf- bis Zehnfache angewachsen ist“, wird das sich derzeit füllende Pulverfass laut dem Landesjägermeister in die Luft gehen. „Weil wir in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft leben, viele Touristen bewirten.“ Und es kaum eine Möglichkeit der Regulierung des Bestandes gebe.

Zumindest keine legale. Weshalb in Österreich Wilderer das Ruder übernommen haben und immer wieder Individuen töten. Das vermutet zumindest die Naturschutzorganisation WWF. Deren Wolfsexperte Christian Pichler geht, wie berichtet, davon aus, dass Tiere heimlich, still und leise erschossen werden. „Sie tauchen einmal auf und sind dann plötzlich wieder weg. Das ist sehr ungewöhnlich“, sagt Pichler.