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Wieder im Takt in Innsbruck: Erste Tanzschritte im „gestrandeten Schiff“

Die Zwangspause ist vorbei. Seit Montag schwingt man in der Traditionstanzschule Polai wieder das Tanzbein. Vieles ist ungewiss.

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Julia Polai hätte gern eine Kristallkugel. Die Tanzschulleiterin startet wiede­r mit den ersten Kursen.
© Reichle

Von Matthias Reichle

Innsbruck – Sieben Monate kein Cha-Cha-Cha, Tango oder Walzer – kein „Darf ich um diesen Tanz bitten?“ und keine genuschelte Entschuldigung, wenn er ihr wieder einmal auf die Zehen getreten ist. „Für Tanzschulen in Österreich war Corona ein voller Bauchfleck“, zieht Julia Polai eine ernüchternde Bilanz.

Doch die lange Pause ist vorbei – seit Montagabend dreht und wiegt man sich in den ehrwürdigen Hallen der Innsbrucker Traditionstanzschule wieder im Dreivierteltakt. Aber was heißt Tanzen in Zeiten der Pandemie? „Nehmen Sie Ihren Hygienepartner in den Arm und verschmelzen Sie zu einer epidemiologischen Einheit – sehr romantisch, oder?“, scherzt Polai angesichts zahlreicher komplizierter Vorschriften und medizinischer Fachbegriffe. Aber Spaß beiseite: Abseits aller Regeln bestehe eine große Sehnsucht nach Tanzen. „Vielleicht noch mehr als vor der Pandemie.“


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