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Leitartikel zum Hofer-Rücktritt: Blaue Personalwahl mit Nachwahlfolgen

Mit der Machtübernahme ihres Brachialgegners Herbert Kickl fällt ihr eine mögliche künftige Koalitionsoption weg.

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Das war einmal: Norbert Hofer (l.) und Klubobmann Herbert Kickl beim Wahlkampfabschluss der FPÖ in Wien.
© GEORG HOCHMUTH
Karin Leitner

Von Karin Leitner

Bei seiner gestrigen Wanderung auf der Rax erklärte FPÖ-Klubchef Herbert Kickl die Personaldebatte in seiner Partei für finalisiert. Jene Debatte, die er begonnen hat. Seit Wochen sagt er, als blauer Obmann und Spitzenkandidat bereitzustehen. Eine Kampfansage gegen den amtierenden Frontmann Norbert Hofer.

Dieser hat die Diskussion nun beendet, nach dreiwöchiger Reha kundgetan, abzutreten. Frustriert und mit einer Spitze gegen Kickl zieht er sich nach vier Jahren als Nummer 1 der Blauen zurück: „Ich lasse mir nicht jeden Tag ausrichten, dass ich fehl am Platz bin.“ Und als sein, nicht Kickls Verdienst fügt er an, die Partei nach der Causa Ibiza und dem Bruch der türkis-blauen Regierung stabilisiert und so aufgestellt zu haben, „dass sie in den nächsten Jahren Erfolg haben kann“. Auch wenn vor allem die Wien-Wahl – der Sturz von 27 auf sieben Prozent – ein Debakel war.


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