Tirol bleibt orange, viele Fragen zur Schule im Herbst noch offen

Die Corona-Ampel in Österreich blinkt immer heller. Wie der Schulbetrieb im Herbst aussehen soll und ob die Teststrategie bleibt, wird im Juni entschieden.

  • Artikel
  • Diskussion
Maske und dreimal in der Woche testen: Ob das im Herbst in den Schulen bleibt, ist noch nicht geklärt.
© APA

Innsbruck – Zwei Wochen nach den weiteren Öffnungsschritten gehen die Infektionszahlen weiter nach unten. Das lässt sich auch an der Corona-Ampel ablesen. Mit Salzburg gesellte sich ein zweites Bundesland zum Burgenland in die gelb-grüne Zone, die geringes Risiko ausdrückt. Auch Kärnten klopft schon an diesen Bereich an. Hohes Risiko (orange) gibt es nur in Tirol und Vorarlberg. Mittleres Risiko (gelb) herrscht im Rest des Landes.

Nicht überall ist die Entwicklung positiv. In elf Bezirken bzw. Regionen gingen die Zahlen in den vergangenen Wochen nach oben, teils aber aufgrund davor extrem niedriger Zahlen. Mit Abstand die schlechteste Inzidenz hat der Bezirk Imst, gefolgt von Dornbirn. In Pitztal und in Umhausen herrscht bekanntlich Ausreise-Testpflicht.

Die Österreicher lassen sich auch weiterhin sehr fleißig testen. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden mehr als 1,1 Millionen PCR- und Antigenschnelltests eingemeldet.

Während sich das Schuljahr dem Ende neigt, wird bereits über die Situation im Herbst nachgedacht: Die Entscheidung über den genauen Ablauf des Schulbetriebs nach den Ferien wird voraussichtlich im August fallen. Sowohl Bundeskanzler Sebastian Kurz als auch Bildungsminister Heinz Faßmann (beide ÖVP) hielten sich bei einem Schulbesuch am Mittwoch bedeckt in Sachen Test- oder Maskenpflicht im Herbst. Kurz deutete aber an, dass die Durchimpfungsrate auch bei den Jüngeren wohl eine Rolle spielen werde.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.

Entscheidung im August

„Wir müssen uns überlegen, ob wir den hohen Testaufwand auch im Herbst betreiben werden“, so Faßmann. Die dreimal pro Woche auf dem Stundenplan stehenden „Nasenbohrer“-Tests würden sowohl Zeit als auch Geld kosten. Über den Sommer wolle man dies „kritisch reflektieren“. Er wolle auch nicht ausschließen, dass man etwa einen erhöhten Testaufwand nur dort betreibt, wo es hohe Inzidenzen gibt. Gleiches gelte für die Maskenpflicht: Auch darüber müsse man noch nachdenken. Wenn es sie nicht mehr brauchen sollte, sei er der Erste, der für ein Ende der Maskenpflicht plädiere.

Generell gelte aber: „Es ist Vorsicht schon noch geboten“, betonte der Minister. Das Virus sei „nicht ausrottbar“ – und schon gar nicht für ein kleines Land wie Österreich, das von zahlreichen anderen Staaten umgeben sei. Ähnlich auch Kurz: Die Entscheidung über solche Fragen müsse man dann treffen, wenn sie auch anstehen. Dabei nannte er den August. Klar sei auch: Eine gewisse Durchimpfungsrate auch bei jüngeren Menschen habe sicher auch positive Auswirkungen auf die Situation in der Schule.

Sowohl Kurz als auch Faßmann verwiesen darauf, dass in den meisten deutschen Bundesländern der Vollbetrieb an den Schulen erst diese Woche begonnen habe. Österreich sei mit seinem Testsystem gut durch die Pandemie gekommen. Im Sommer fallen die Schüler nun in ein „Testloch“. Deshalb plant Faßmann, den Kindern und Jugendlichen an den Schulen verbliebene Antigentests in die Ferien mitzugeben. .(TT)


Kommentieren


Schlagworte