Hallenbad in der Höttinger Au ist laut Beirat „essenziell“

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Derzeit gibt es kontroversielle Diskussionen um die Schließung des Hallenbades in der Höttinger Au.
© Michael Kristen

Innsbruck – Über 1700 haben bis gestern unterschrieben – die Petition für den Erhalt des Hallenbades Höttinger Au hat in den letzten Wochen starken Zulauf bekommen. Gegen die Schließung spricht sich nun auch der städtische Beirat für Großprojekte aus, wie die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Janine Bex, betont. Es geht um den Bau einer neuen Schwimmhalle mit einem seit Langem geforderten 50-Meter-Becken am Tivoli.

„Der Beirat vertritt die Auffassung, dass für die Versorgung der Bevölkerung im Westen Innsbrucks der Standort Höttinger Au essenziell ist und daher nicht aufgegeben werden sollte“, sagt Bex. Für die Grünen sei die Schwimmhalle am Tivoli, die 20 Mio. Euro kosten würde, darüber hinaus auch angesichts des Schuldenstandes der Stadt nicht vertretbar. „Wer für die 50-Meter-Schwimmhalle eintritt, muss der Bevölkerung im Westen von Innsbruck mit den vielen Bildungseinrichtungen aber auch sagen, dass in der Konsequenz das Hallenbad Höttinger Au geschlossen werden müsste“, so Bex.

Dass beides nicht geht, betont auch Sportstadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ). Die Auslastung der Hallenbäder sei am Limit, wenn man wolle, dass alle Innsbrucker Kinder schwimmen lernen, dann reiche es aber nicht, das Hallenbad in der Höttinger Au zu sanieren, betont sie. Mit der Schwimmhalle am Tivoli würde die Wasserfläche verdreifacht. Mayr sieht die Stellungnahme des Beirats durchaus kritisch. Es seien Informationen nicht richtig gelesen worden, sie erkenne Tendenzen.

Scharfe Kritik an der Stellungnahme gibt es auch vom Vizepräsidenten des österreichischen Schwimmverbandes, Stefan Opatril. „Es wurden durchgängig grüne Argumente übernommen.“ Der Initiative gegen die Schließung der Höttinger Au widerspricht er in vielen Punkten. Derzeit sei vielmehr das Problem, dass viele Volksschulkinder nicht schwimmen können, weil sie keinen Platz finden. (mr)

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