Ausstellung in Galtür: Fräulein Birgits und Herrn Klemens’ Gespür für Eis

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Verbindet eine heiße Liebe für das ewige Eis: Die Innsbrucker Forscher Birgit Sattler und Klemens Weisleitner.
© Hauser

Galtür – Das Alpinarium Galtür startete am 2. Juni in die Sommersaison. Parallel zur Dauerausstellung „Ganz Oben – Geschichten über Galtür und die Welt“ ist bis 28. Juli die Sonderausstellung „EIS – ein vergängliches Gut“ von Birgit Sattler und Klemens Weisleitner vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck zu sehen. In Abwandlung des berühmten Buchtitels „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ wäre das Attribut „Fräulein Birgits und Herrn Klemens’ Gespür für Eis“ für die Schau ein wahrlich treffendes. Was die beiden Wissenschafter verbindet, sind nicht nur gemeinsame Forschungen auf Tirols Gletschern, knapp zwanzig Expeditionen in die Arktis und Antarktis und die damit verbundene Erforschung von Mikroorganismen, sondern auch eine geradezu „heiße“ Liebe zu einem wahrlich eiskalten Medium. Diese bringen sie mit eindrücklichen Fotografien zum Ausdruck. Diese Fotos, die in einer Bandbreite von Makro bis scheinbarer Unendlich nicht nur eine unvergleichliche Ästhetik offenbaren, werfen ganz unwillkürlich Fragen nach dem Woher und Wohin auf. Für Birgit Sattler und Klemens Weisleitner lösen Eisberge und Eisformationen einerseits euphorische Gefühle aus, sind aber andererseits für sie die idealen Ruhepole, um, wie sie sagen, „zivilisatorischen Denkspeck“ loszuwerden. Eis vergisst nie, lassen sie wissen: Ob Reaktorunglücke, Atombombentests bis hin zur aktuellen Problematik des Mikroplastiks, ins ewige Eis ist es eingeschrieben. Über ihre Forschungsreisen schrieb Birgit Sattler das bei Tyrolia erschienene, sehr persönliche Buch „Eis.Leben“. (hau)

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