Letzter ÖFB-Test vor der EM: Es ist Zeit für ein starkes EURO-Signal

Bei der EM-Generalprobe gegen die Slowakei wird ÖFB-Teamchef Franco Foda heute (17.30 Uhr) in Wien wohl nicht alle Karten auf den Tisch legen.

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Die „Doppel-Sechs“ der ÖFB-Elf mit Konrad Laimer (l.) und Xaver Schlager (M.) funktionierte zuletzt gegen England durchaus ansprechend.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck, Wien – Es sind im ÖFB-Team wieder alle Mann an Bord, neben Arnautovic ist auch Mainz-Legionär Karim Onisiwo einsatzbereit. Foda hat heute die Qual der Wahl und will auch ein bisschen mit den Kräften jonglieren, wie er es bereits bei der 0:1-Niederlage in England mit sechs Wechseln nach der Pause gemacht hat.

Über wie viele Einsatzminuten und in welchem Part ein vielbeschäftigter David Alaba, über dessen (ideale) Positionierung im ÖFB-Team seit vielen Jahren diskutiert wird, heute zum Zug kommen wird, ließ der ÖFB-Teamchef ebenso offen wie die Goalie-Frage. Dass der Neo-Real-Star auf vielen Positionen „Weltklasse“ sei, hat der ÖFB-Teamchef oft unterstrichen.

Möglich, dass sich das rot-weiß-rote Torhüterroulette – einige spekulieren damit, dass LASK-Keeper Alexander Schlager noch eine Chance erhält – heute in die nächste Runde bewegt, nachdem Daniel Bachmann bei seinem Debüt auf der Insel eine durchaus ansprechende Partie absolviert hat. Die nicht enden wollende Suche nach der Nummer eins ist seit längerer Zeit ein nicht ganz ungefährliches Spiel mit dem Feuer.

Die Experimentierfrage unterliegt generell und ungeachtet einzelner Namen aber dem Grundsatz, dass ein Sieg und Erfolgserlebnis dem Kollektiv sicher nicht schaden würde. „Übersetzt“ klingt das laut Foda so: „Wir werden schon auch eine Mannschaft positionieren, die das Spiel gewinnen kann.“

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Mit den Rückkehrern – auch Valentino Lazaro ist nach seiner Zwangspause wieder verfügbar – erhöhen sich Fodas Optionen, der Slowakei wehzutun. Dabei darf man erstmals wieder auf Unterstützung aus den Rängen bauen, die 3000 Tickets, die bei der EM-Generalprobe zur Verfügung stehen, waren gestern vergriffen.

Auch wenn Foda das Team immer noch im Vorbereitungsmodus sieht, muss die Richtung eine Woche vor dem EM-Auftakt gegen Nordmazedonien immer mehr erkennbar sein. Eine Heimniederlage wäre ein Dämpfer, ehe das Team am Dienstag zum letzten Feinschliff auf Tiroler Boden und nach Seefeld übersiedelt. Vielleicht geht sich am Montag trotz Corona-Blase noch Zeit mit den Familien aus.


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