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„jedermann stirbt“: Kunstvolles Feilschen in kühlem Schaubeton

Ein überzeugend überzeugter Turbokapitalist: Raphael Kübler (Mitte) als anderer „jedermann“ in Ferdinand Schmalz’ „jedermann (stirbt)“.
© Gufler

Moralisch, aber verdaulicher: In den Innsbrucker Kammerspielen wird Ferdinand Schmalz’ „jedermann stirbt“ jetzt vor Publikum gezeigt.

Von Barbara Unterthurner

Innsbruck – Noch knapp ein Monat, dann hallen die legendären „Jedermann“-Rufe einmal mehr über den Salzburger Domplatz. Seit 1920 ist Hugo von Hofmannsthals „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ das alljährliche Hochamt der deutschsprachigen Theatergemeinde. Dem „Jedermann“ konnte nicht einmal Corona etwas anhaben. Neuinterpretationen dieses Dauerbrenners haben es also, obwohl zeitgemäßere Versionen gewünscht werden, nicht unbedingt leicht. 2018 beauftragte die damalige Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann den steirischen Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalzl mit einer Umdichtung. Noch im gleichen Jahr wurde diese prompt mit dem Nestroy fürs beste Theaterstück ausgezeichnet. Schmalz’ „jedermann (stirbt)“ ist in der Regie von Elke Hartmann jetzt, nach einer publikumslosen Premiere im Februar 2021, im Tiroler Landestheater zu sehen.

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