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Drei Optionen für Schadenersatz für 96-jährigen Tiroler

Ein 96-jähriger Kitzbüheler vermutet, Opfer einer misslungenen Behandlung zu sein. Hat er noch Chancen auf Schadenersatz, obwohl das Schiedsgericht dagegen entschied?

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Um zu prüfen, ob ein Arzt einen Behandlungsfehler gemacht hat, können Tiroler Patienten sich an mehrere Instanzen wenden.
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Von Judith Sam

Innsbruck – Der Löwenanteil der 94-Jährigen dürfte bereits über einen reibungslosen Spaziergang durch den Park erfreut sein. Nicht so Georg Engelmann. „Ich war in diesem Alter noch am Hahnenkamm wandern – zum Berghaus Tirol. Das ist eine Gehzeit von einer Stunde bergauf“, sagt der Kitzbüheler. Schmerzen habe er dabei kaum verspürt. Heute, zwei Jahre später, ist das anders: „Drei Monate nach der Wanderung habe ich mich einer Wurzelinfiltration unterzogen. Seitdem bin ich auf den Rollator angewiesen. Mein linkes Bein ist quasi gelähmt, was mich so beeinträchtigt, dass ich mir bei einem Sturz in meiner Wohnung zwei Rippen gebrochen habe.“

Bei diesem Eingriff wird Cortison in eine Öffnung der Wirbelsäule injiziert, aus der Nervenwurzeln ragen. Das Medikament soll Nerven, die etwa wegen Bandscheibenvorfällen oder altersbedingter Abnutzung beansprucht sind, abschwellen lassen und Schmerzen beseitigen.


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