500 Stunden Programm: ORF bringt Kultursommer nach Hause

Der ORF hat für den Sommer mehr als 1000 Übertragungen, Beiträge und Dokumentationen aus allen Bundesländern geplant.

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Salzburgs Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Grafenegg-Intendant Rudolf Buchbinder.
© Roman Zach-Kiesling

Wien – Über 500 Stunden Programm mit rund 1000 Übertragungen, Beiträgen und Dokumentationen von 50 Schauplätzen: Der ORF berichtet auch heuer wieder umfangreich von den kulturellen Höhepunkten des Sommers. Von den Salzburger und Bregenzer Festspielen über das Sommernachtskonzert bis zum Bachmann-Preis reicht die Auswahl, die ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Dienstag präsentiert hat. Immerhin habe Österreich das größte sommerliche Kulturangebot, „das es in Europa gibt“.

Zwar wird heuer beinahe überall wieder vor Publikum gespielt, wer aber dennoch die eigenen vier Wände für den Kulturgenuss vorzieht, wird vom ORF umfassend bedient. In Fernsehen, Hörfunk und online finden sich unterschiedlichste Angebote wieder, wobei alle neun Bundesländer berücksichtigt werden. Besonders stolz zeigte sich Wrabetz auf langjährige Partnerschaften wie mit den Salzburger Festspielen oder den Wiener Philharmonikern. „Das ist nicht nur gut für die Zusammenarbeit, sondern auch, um ein Publikum langfristig aufzubauen.“

„Das kleine Österreich ist eine Kultur-Großmacht“

An der Salzach gibt es heuer den zweiten Teil der Jubiläumsausgabe der Festspiele zu erleben, wobei etwa Romeo Castelluccis Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“ (7. August) mit besonderer Spannung erwartet wird. Aber auch „Tosca“ mit Anna Netrebko (27. August) oder ein Konzert von Teodor Currentzis und seinem Orchester musicAeterna (14. August) stehen am Programm. „Das kleine Österreich ist eine Kultur-Großmacht“, unterstrich Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Dabei spiele der ORF eine besondere Rolle. „Und als wichtigste Festspiele der Welt darf man sich auch zwei Jahre freuen, dass es einen noch gibt - und wie“, verwies sie auf das verlängerte 100-Jahr-Jubiläum.

In Tirol bittet Klassikstar Elina Garanca zur Open-Air-Gala „Klassik in den Alpen“ in Kitzbühel (18. Juli) und haben die Tiroler Festspielen Erl eine „Große Wagner-Gala“ (25. Juli) im Angebot, während in Vorarlberg natürlich die Bregenzer Festspiele mit von der Partie sind. Hier gibt es u.a. die wieder aufgenommene Seeproduktion von Verdis „Rigoletto“ zu sehen und hören (19. Juni).

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„Klassik in den Alpen“ in Kitzbühel mit Mezzosopranistin Elina Garanca wird im ORF übertragen.
© Angerer

In Wien ist das Sommernachtskonzert der Philharmoniker (18. Juni) ebenso ein Fixpunkt wie das Donauinselfest (17.-19. September), während in Niederösterreich bereits diesen Freitag (11. Juni) mit der Sommernachtsgala aus Grafenegg Hochkarätiges aus Oper, Operette und Musical zu erwarten ist. Das Burgenland ist u.a. mit der Oper im Steinbruch vertreten, wo am 14. Juli Puccinis „Turandot“ Premiere feiern wird, in Oberösterreich wird „Klassik am Dom“ heuer zu einem TV-Konzert im Dom gemacht, wo Stargeiger David Garrett aufspielen wird (24. Juli).

Im steirischen Stainz ist wiederum Jordi Savall zu Gast und wird Musik von Händel, Fux und Vivaldi präsentieren (10. Juli). Das benachbarte Kärnten hält nicht nur den Carinthischen Sommer parat, sondern auch eine - leider erneut ohne Publikum auskommende - Ausgabe des Wettlesens um den Ingeborg-Bachmann-Preis (16.-20. Juni).

Insgesamt sind es mehr als 50 TV-Übertragungen auf ORF 2, ORF III und 3sat sowie 200 Konzertproduktionen und Übertragungen auf Ö1, ergänzt von den aktuellen Kulturberichten. Der Jugendsender FM4 widmet sich dem Pop- und Rockgeschehen, das aufgrund der Corona-Lockerungen zusehends an Fahrt gewinnt. Und mit einigen Schwerpunkten ist das ORF.at-Netzwerk am Kultursommer beteiligt, darunter die neue Digital-Content-Produktion „Die doppelte Frau“, die für das lineare TV sowie online konzipiert wurde und gezielt ein jüngeres Publikum ansprechen soll. (APA)


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