IOC-Flüchtlingsteam in Tokio mit Ringer Aker Al Obaidi aus Tirol

Der 21-Jährige wurde unter 56 Kandidaten aus dem Förderprogramm des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für Tokio ausgewählt. Al Obaidi wird in Japan von Trainer Ernst Benedikt betreut.

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Aker Al Obaidi, der beim RSC Inzing trainiert, tritt bei den Olympischen Spielen in Tokio an.
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Tokio/Wien - Das zweite Flüchtlingsteam in der Geschichte Olympischer Spiele umfasst 29 Athleten. Einer davon ist der aus dem Irak stammende Ringer Aker Al Obaidi, der in Tirol lebt und beim RSC Inzing trainiert. Er wurde unter 56 Kandidaten aus dem Förderprogramm des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für Tokio ausgewählt. Al Obaidi wird in Japan von Trainer Ernst Benedikt betreut.

Der 21-jährige Al Obaidi erhielt nach seiner Flucht aus dem Irak 2016 in Österreich subsidiären Schutz. "Dass Aker nun zu den Olympischen Spielen fährt, liegt nicht nur an seinem Talent und an seiner unglaublichen Motivation, sondern auch an der großartigen Unterstützung in seinem sportlichen und privaten Umfeld rund um den Ring-Sport-Club Inzing in Tirol. Wir drücken für Tokio die Daumen", sagte Christoph Pinter, Leiter von UNHCR Österreich.

Aufgrund der politischen Situation in vielen Krisenländern hatte das IOC entschieden, 2016 erstmals ein Flüchtlingsteam zu nominieren. In Rio de Janeiro waren zehn Flüchtlinge aus vier Ländern - in drei Sportarten gestartet. Das Refugee Team trat unter der olympischen Flagge an.

Die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR begrüßte die nunmehrige Tokio-Nominierung als kraftvolles Signal der Hoffnung und der Solidarität, um auf das Schicksal der 80 Millionen Vertriebenen auf der Welt aufmerksam zu machen. "Ich bin begeistert und gratuliere jedem Athleten, der in da die in das Flüchtlingsteam für Tokio 2020 berufen wurden", sagte der UN-Flüchtlingshochkommissar, Filippo Grandi, der auch stellvertretender Vorsitzender der Olympic Refugee Foundation ist. "Sie sind eine einzigartige Gruppe von Menschen, die die Welt inspirieren. Krieg, Verfolgung und Flucht zu überleben, macht sie schon zu außergewöhnlichen Menschen. Aber dass sie nun auch als Sportlerinnen und Sportler auf der Weltbühne brillieren, erfüllt mich mit großem Stolz."

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