Vor Gericht: Tirolerin (56) schmökerte in den Steuerakten der Kollegen

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Symbolbild.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – Eine mittlerweile entlassene Mitarbeiterin eines Tiroler Finanzamtes musste sich am Dienstag wegen Missbrauchs der Amtsgewalt am Landesgericht verantworten.

Konkret warf die Staatsanwältin der 56-Jährigen vor, ohne dienstliche Notwendigkeit Einblicke in die Steuerakten von 24 Personen genommen zu haben. Bei den Opfern handelt es sich ausschließlich um frühere Mitarbeiter oder Verwandte und Bekannte. Die Angeklagte räumte die verbotenen Einblicke auch ein. „Die Angehörigen waren aber damit einverstanden. Ich hab das getan, um ihnen beim Steuerausgleich helfen zu können.“

Bei den Arbeitskollegen sei Neugier das Motiv gewesen. „Außerdem wollte ich so tun, als würde ich arbeiten, wenn es mir schlecht ging“, nannte die frühere Krebspatientin ein weiteres Motiv. Die Verhandlung musste vertagt werden, weil alle neun betroffenen Angehörigen der Angeklagten nicht im Zeugenstand erschienen sind. (TT)

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