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TT-Leitartikel zu Thomas Schmid: Ein überfälliger Rückzug

Der ÖVP-Kanzler hätten seinen Vertrauten Schmid längst zum Abgang von der ÖBAG-Spitze bewegen müssen. Dieser schadete nicht nur dem Unternehmen, er schadete auch dem imagebedachten Regierungschef.

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Thomas Schmid ist Geschichte als ÖBAG-Alleinvorstand
© HELMUT FOHRINGER
Karin Leitner

Leitartikel

Von Karin Leitner

Thomas Schmid ist Geschichte als ÖBAG-Alleinvorstand. Der Aufsichtsrat hat bekannt gegeben, dass Schluss ist mit ihm an der Spitze der Holding, die 26 Milliarden Euro an Staatsvermögen verwaltet. Überfällig ist der Abgang des Kanzler-Vertrauten gewesen. Was im Vorfeld seiner Bestellung gelaufen ist – belegt durch Chatprotokolle mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz und Finanzminister Gernot Blümel –, hätte für das sofortige Aus gereicht. Schmid durfte verweilen. Mitgeteilt wurde im April, dass sein Vertrag zwar nicht verlängert wird, der vormalige Generalsekretär im Finanzressort aber bis Ende März kommenden Jahres auf diesem hochdotierten Posten bleibt. Das war blanker Hohn.


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