Präsidentschaftskandidatin soll in U-Haft, Wahl weiter offen

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Die korruptionsverdächtige Keiko Fujimori soll gegen Auflagen verstoßen haben.
© ERNESTO BENAVIDES

Lima – Vier Tage nach der Präsidentenwahl in Peru hat die Staatsanwaltschaft erneut Untersuchungshaft gegen die Kandidatin Keiko Fujimori beantragt. Die rechtspopulistische Politikerin habe gegen ihre Auflagen verstoßen, hieß es am Donnerstag in der Begründung. Wegen Korruptionsvorwürfen war Fujimori in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in Untersuchungshaft.

Unterdessen deutete alles auf einen knappen Sieg des Linkskandidaten Pedro Castillo gegen Fujimori hin. Nach der Auszählung fast aller Stimmen kam der Bewerber der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre auf 50,2 Prozent, Fujimori erhielt demnach 49,8 Prozent. Allerdings erklärte das Wahlamt bisher noch keinen der Kandidaten zum Sieger.

Nach Betrugsvorwürfen hatte Fujimoris Partei Fuerza Popular zuletzt zudem beantragt, rund 200.000 Stimmen für ungültig zu erklären, weil es in den Wahllokalen zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Wahlbeobachter hingegen erklärten, die Stichwahl am Sonntag sei größtenteils ordnungsgemäß abgelaufen. (dpa)


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