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Die entschärften Südtiroler Bombenjahre: „Herzblut fließt hier kaum noch“

Vor 60 Jahren werden in Südtirol 37 Strommasten gesprengt. Dieser erste Höhepunkt einer Reihe separatistischer Anschläge verliert für viele Bewohner des Landes zunehmend an Bedeutung.

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37 Strommasten wurden in Südtirol in der so genannten „Feuernacht“ gesprengt.
© Raetia

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Getarnt als Ausflügler reisen mehrere Männer am 11. Juni 1961, einem Herz-Jesu-Sonntag, per Bus über den Brenner nach Südtirol – von jungen Frauen begleitet, niemand soll Verdacht schöpfen. Sie montieren selbst gebaute Bomben, sobald diese in der darauf folgenden Nacht detonieren, ist die Gruppe bereits wieder außer Landes. 37 Strommasten werden gesprengt, ein Straßenarbeiter, der einen Blindgänger findet, stirbt. Es ist der erste Höhepunkt einer Serie separatistischer Anschläge, die sich gegen die Unterdrückung der deutschsprachigen Bevölkerung richten.


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