Wolf lehrte die Herren das Fürchten: „Bin sehr stolz“

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Die Tirolerin Christine Wolf führte als erste Frau ein Turnier der European Tour an, landete am Ende des Mixed-Bewerbs aber auf Rang 37.
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Von Roman Stelzl

Vallda – Zwar ohne Top-Ergebnis, dafür aber mit einem international historischen Golf-Erfolg in der Tasche stieg die Tiroler Profi-Spielerin Christine Wolf in den Flieger Richtung Heimat. Beim Scandinavian Mixed (1 Mio. Euro) im schwedischen Vallda bei Göteborg führte die Iglerin nach Runde eins im gemischten Bewerb als erste Frau ein Turnier der European Tour an. „Es war eine sehr coole Runde, da ist es echt gut gelaufen. Auch das Feedback der Herren vor Ort hat mir getaugt, ich bin sehr stolz auf das“, sagte Wolf nach der gestrigen Schlussrunde.

Das nächste Top-Ergebnis nach Rang sechs in Frankreich und Rang zehn in Italien blieb der 32-jährigen Olympia-Starterin aber verwehrt, am Ende blieb nach zwei durchwachsenen Runden nur der 37. Rang. „Das war sehr schade, das Gefühl war einfach nicht mehr gut“, sagte Wolf, die aber lieber das Positive aus Schweden mitnahm: „Ich habe gesehen, dass ich mit den Herren mitspielen kann, auch wenn wir anders abgeschlagen haben. Das war schon cool.“

In Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio (23.7.–8.8.) scheint aber alles gut zu laufen, nach einer Woche Training und Vorbereitung in der Heimat geht es weiter nach Tschechien, wo die Czech Ladies Open (25.–28.6.) warten. Mehr Mixed-Bewerbe, die (noch) einen schweren Stand auf der European Tour haben, kann es in der Zukunft gerne geben, wie Wolf meint: „Das wäre auf jeden Fall toll. Denn viele Herren kenne ich ja auch noch von den Jugendturnieren.“

Nun sollen erst einmal ein paar Tage Regeneration in der Heimat Tirol wieder den Blick für kommende Aufgaben schärfen. Danach soll die Formkurve wieder nach oben zeigen. Denn Olympia in Tokio steht schon vor der Türe.


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