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EU-Wegekostenrichtlinie: Die Eurovignette steht am Scheideweg

Das Schicksal der EU-Wegekostenrichtlinie könnte sich heute vorentscheiden. Der Druck allseits ist groß.

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Darf die Lkw-Maut sinken, je „grüner“ die Schwerfahrzeuge betrieben werden? Eine heikle EU-Frage.
© Keystone

Von Manfred Mitterwachauer

Brüssel, Innsbruck – Ob entlang des Brennerkorridors von München bis Verona – und somit aber auch im gesamten europäischen Raum – im Gütertransport jemals so etwas wie eine Art von Kostenwahrheit zwischen der Straße und der Schiene hochgezogen werden kann, entscheidet sich auch anhand der Frage über die Zukunft der Eurovignette (EU-Wegekostenrichtlinie).

Deren Reform zieht sich bereits über Jahre, 2023 sollte sie in überarbeiteter Form in Kraft treten. Die Fronten zwischen Kommission, Parlament und Rat sind verhärtet. Insbesondere, nachdem die Verkehrsminister Ende 2019 und unter deutscher Ratspräsidentschaft dem einstigen Entwurf der Kommission bzw. des Parlaments großteils die Zähne gezogen hatten, die TT berichtete. Mit der Initiierung eines so genannten „Trilogs“ wird nun seit Jahresbeginn an einem Kompromisspapier gewerkelt. Bis dato freilich ohne nennenswerte Erfolge.

Für heute Abend ist neuerlich eine Sitzung anberaumt. Und diese könnte für die Zukunft der Eurovignette und den künftigen Um- und Zugang mit/zu dem Thema Warentransport entscheidend werden, glauben Insider.


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