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TT-Analyse: Die Rebellion gegen die Biedermeier

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Analyse

Von Thomas Hörmann

In den 90ern war Innsbruck klein, aber oho. Wer die Nacht zum Tag machen wollte, hatte die Qual der Wahl. Vielleicht ein bisschen feiern bei einem Rave im Hafen. Oder doch lieber zum Sommerfest in den Hofgarten? Das Afromeeting beim Eisstadion war auch noch im Angebot. Dazu kam die junge Snowboardszene, die für ein cooles Image sorgte und die Stadt belebte. Auch wirtschaftlich – so richtete Snowboard-Marktführer Burton nicht umsonst seine Europazentrale in Innsbruck ein. Snowboarder waren es auch, die das Air+Style erfanden. Fortan rockten nicht nur waghalsige Brettakrobaten, sondern auch Acts der internationalen Musikszene Winter für Winter die Bergisel-Arena. Dazu kamen unzählige Trend-Lokale für jede Tages- und Nachtzeit. Innsbruck war cool, Innsbruck war hip, Innsbruck hatte den jungen Menschen auch nach Hörsaal und Arbeit viel zu bieten. Lang ist’s her.


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