Tiroler Rotes Kreuz: Ein Jahr, viele neue Aufgaben

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Innsbruck – Bei seiner Generalversammlung hat das Tiroler Rote Kreuz eine positive Bilanz über das Jahr 2020 gezogen. „Wir haben gezeigt, dass wir keine Schönwetterorganisation sind, sondern auch lang andauernde Einsätze bravourös abarbeiten“, sagte Geschäftsführer Thomas Wegmayr am Montagabend. Die Situation und Anforderungen an die Retter hätten sich während der Pandemie oft gewandelt, was dank der Flexibilität der 635 Zivildiener, 939 hauptamtlichen und 6634 ehrenamtlichen Mitarbeiter jedoch gut bewältigt habe werden können.

Zu Beginn der Ausnahmesituation im März des Vorjahres war das Rote Kreuz mit Errichtung und Betrieb der Teststraßen betraut worden, zudem kamen logistische Aufgaben hinzu, wie das Verteilen von Schutzausrüstung und Hygieneartikeln. Parallel zum Corona-Einsatz mussten auch andere Leistungen aufrechterhalten werden – der Rettungsdienst versorgte 327.813 Patienten, die Krisenintervention wurde 1718-mal gerufen, 325 mobile Blutspendeaktionen wurden durchgeführt, 377.506 Essen auf Rädern ausgeliefert.

Der Präsident des Roten Kreuzes, Günther Ennemoser, erklärte, stolz auf das zu sein, was die Organisation während der Pandemie geleistet habe. Deren Auswirkungen seien allerdings noch nicht vorbei. „Corona ist vom Einsatzgeschehen zu einem Teil unseres Tagesgeschäftes geworden“, sagt er. In Zukunft würden sich die Mitarbeiter mit den sozialen Folgen der Krise stärker befassen müssen, auch weil „die Menschlichkeit ein Grundsatz des Roten Kreuzes ist“. (TT)

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