Bank für Tirol und Vorarlberg: Aktien gewandelt, Streit geht weiter

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Bei der BTV werden Vorzugs- in Stammaktien umgewandelt.
© BTV/Schletterer

Innsbruck – Die Aktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) haben gestern mit großer Mehrheit die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien beschlossen. Damit habe man sichergestellt, dass „den regulatorischen Vorgaben im Hinblick auf die Eigenmittelrechnung auch weiterhin vollkommen entsprochen ist“, teilt die BTV mit. Zudem erfolgte diese Umwandlung zu für die Aktionäre attraktiven Konditionen, da ein Umtausch 1:1 in Stammaktien erfolge und eine Zuzahlung durch die Vorzugsaktionäre nicht nötig sei.

Zu Diskussionen in der Hauptversammlung sorgte die BTV-Großaktionärin UniCredit. Diese habe sich „aus sachfremden Motiven“ gegen diese für die BTV regulatorisch notwendige Maßnahme ausgesprochen. Allerdings habe die UniCredit kein Recht, die Umwandlung zu blockieren. Es stehe jetzt aber leider dennoch zu erwarten, dass die UniCredit wie schon in der Vergangenheit bei der von ihr losgetretenen Klags-lawine (dabei setzte es eine Serie von Niederlagen vor Gericht) erneut klagen wird.

„Wir nehmen zur Kenntnis, dass UniCredit offenbar wie bisher unberechtigte Eigeninteressen über das Interesse der BTV stellt, was mich allerdings nicht davon abbringt, weiterhin auf die Erarbeitung einer gütlichen Lösung des Konflikts hinzuarbeiten“, sagt BTV-Vorstandschef Gerhard Burtscher. Man sei aber „juristisch bestens für weitere Eskalationen gerüstet“. (TT)

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