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Nachwachsende Straßenschilder aus Österreich in Imst im Einsatz

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In der Straßenmeisterei der Asfinag in Imst sind erste Verkehrszeichen auf Bambus- und Kiefernholz im Einsatz.
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Von Thomas Parth

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Imst, Graz – Noch kosten die CO2-neutralen Verkehrszeichen aus Holz doppelt so viel wie herkömmliche aus Alu. Trotzdem glaubt man bei der Asfinag an zukünftige Einsatzmöglichkeiten. Der österreichische Autobahnerhalter rechnet vor: Jährlich müssen 1500 bis 3000 beschädigte Straßenschilder ausgetauscht werden. Würden diese, anstatt wie bisher aus Alu, aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus und Kiefernholz gefertigt, könnten 400 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.

Das in Imst und Graz laufende Pilotprojekt soll die Qualität der hölzernen Signale austesten. „Eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit einer technischen Universität besteht noch nicht. Wir wollen die Schilder zunächst selbst testen, wie sie sich bei Kälte, Hitze, Schnee und Streusalz verhalten“, klärt der Imster Asfinag-Straßenmeister Günter Santer auf. In die bis Mitte 2022 dauernde Machbarkeitsstudie fallen auch Überlegungen wie Verkehrssicherheit, Ökobilanz und die Wirtschaftlichkeit hinein. Entstanden ist die Idee bei einem betriebsinternen Nachhaltigkeits-Wettbewerb, wo Peter Rath auf das CO2-Einsparungspotenzial aufmerksam wurde.

„Allein in Imst ersparen wir uns während des Pilotprojekts zwei Tonnen CO2“, zeigt sich Santer stolz. Vor der Installation der Holztafeln wurden die Schilder streng auf ihre technische Tauglichkeit geprüft. Auch die reflektierende Verkehrszeichenfolie ist dieselbe wie bei Aluschildern. Für das Schild läuft die Garantie auf 25, für die Holzsteher sogar auf 50 Jahre.

Die Vision von „nachwachsenden Verkehrsschildern aus Österreich“ sei nicht unrealistisch, ist man bei der Asfinag zuversichtlich.


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