Dramatische Rettung in Imst: Kleinkind aus Gurglbach geborgen und reanimiert

Ein Kinderwagen mit einem 14 Monate alten Kind rollte über eine Böschung in den Gurglbach. Die Mutter sprang sofort hinterher. Beide konnten schließlich geborgen werden. Das Kleinkind musste reanimiert werden und befindet sich in kritischem Zustand.

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Feuerwehr, Polizei, Rettung und der Hubschrauber Christophorus am Einsatzort.
© Thomas Böhm

Imst – Zu einem dramatischen Rettungseinsatz kam es am Donnerstagabend in Imst. Eine 39-Jährige spazierte mit ihren beiden Söhnen und ihren zwei Hunden entlang des Gurglbaches. Im Kinderwagen befand sich ein 14 Monate altes Kind, neben der Mutter lief ein Zweijähriger. In einem unbemerkten Moment rollte der Kinderwagen plötzlich über eine Böschung unmittelbar vor einer Schleusenanlage in den Gurglbach. Die 39-Jährige übergab ihren zweijährigen Sohn und die beiden Hunde einer Passantin und sprang in den Bach.

Die Einheimische versuchte den Kinderwagen aus dem Wasser zu ziehen, aber ohne Erfolg. "Der Kinderwagen und die Frau wurden in weiterer Folge durch die etwa 30 Zentimeter hohe Schleuse gespült. Dabei ging der Kinderwagen zu Bruch und das Kleinkind wurde aus dem Sitz gespült und abgetrieben", teilte die Polizei mit.

Rund 385 Meter nach der Schleuse konnte ein 51-jähriger Passant das Kleinkind ergreifen und mit Hilfe der alarmierten Polizei aus dem Wasser bergen.

© Thomas Böhm

Die Sanitäter und der Notarzt begannen sofort mit der Reanimation. Die Mutter wurde ebenfalls aus dem Wasser gezogen und erstversorgt. Der 14 Monate alte Bub wurde in äußerst kritischem Zustand mit dem Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen. Dort wurde auch die völlig erschöpfte Mutter hingebracht.

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Zur genauen Klärung des Unfallherganges sind noch weitere Erhebungen erforderlich. (TT.com)


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