Österreicher für Urlaub spendierfreudig, viele auch zu Quarantäne bereit

61 Prozent der Österreicher planen für diesen Sommer zumindest einen Urlaub und sind auch spendabel. 39 Prozent würden für Urlaub in Quarantäne.

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Die Urlaubslust ist heuer größer als im Vorjahr, aber geringer als vor der Pandemie.
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Wien – 2088 Euro wollen die Österreicher heuer für ihren Urlaub ausgeben. Damit geben sie mehr aus als der europäische Durchschnitt, wie aus dem aktuellen Urlaubsbarometer der Europ Assistance (EA) – eine repräsentative Studie im Auftrag der Europ Assistance Group in vierzehn Ländern mit insgesamt 14.000 Befragten – hervorgeht. Spendabler sind nur Urlauber aus der Schweiz (2442 Euro), der europäische Durchschnitt liegt bei 1556 Euro.

Demnach planen heuer 61 Prozent der Österreicher einen Urlaub. Das sind zwar wieder mehr als im Pandemiejahr 2020 (41 %), aber deutlich weniger als 2019, als noch 70 Prozent einen Urlaub planten.

Zum Thema Impfung befragt, gaben 76 Prozent der österreichischen Studienteilnehmer an, sich auf jeden Fall immunisieren zu lassen. 39 Prozent wären sogar bereit, für den Urlaub in Quarantäne zu gehen. Tracking mit einer App lehnen 23 Prozent der Befragten absolut ab.

Als Corona-Vorsichtsmaßnahme im eigenen Land zu urlauben, können sich 66 % der befragten Österreicher vorstellen, 23 Prozent wollen nach Italien, 14 Prozent nach Kroatien und 10 Prozent nach Griechenland.

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Spontanurlaub boomt

Weniger positiv sieht die Entwicklung laut der Umfrage heuer für den Städtetourismus aus, denn jeder zweite Österreicher will zumindest einen Urlaub am Strand verbringen und 59 Prozent wollen aufs Land oder in die Berge. Dagegen boome der Spontanurlaub. Noch nie habe es so viele Last-Minute-Buchungen wie in diesem Jahr gegeben.

„Reisen ist und bleibt ein Grundbedürfnis. Für die unmittelbare Zeit nach der Pandemie sehe ich einen starken Nachholbedarf“, sagt Besim Akinci, Chef der Europ Assistance Österreich. Es sei aber zunehmend von einem verändernden Reise- und Urlaubsverhalten auszugehen: „Die Menschen sehnen sich nach mehr Tiefgang und Transparenz.“ (TT)


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