Ronaldo löste amüsantes Getränke-Bingo aus, Stani greift zur Cola-Flasche

Bei den offiziellen Pressekonferenzen im Rahmen der Europameisterschaft stehen neuerdings die Getränke im Mittelpunkt des Interesses. Der Griff zur Flasche wird genauestens beobachtet.

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Innsbruck – Was mit der Flaschen-Rochade von Cristiano Ronaldo begann, ist längst ein Running Gag dieser EM. Mit verstohlenem Blick wie ein Schulbub schob der Superstar bei einer offiziellen Pressekonferenz die vor ihm platzierten Cola-Flaschen weit beiseite und pries als Gesundheitsfanatiker lieber sein "Agua" an. Andere Stars lachen und scherzen bei der EM nun täglich über die Getränkeflaschen vor ihnen - wie Belgiens Romelu Lukaku oder der Ukrainer Andrej Jarmolenko.

📽️ Video | Ronaldo trinkt lieber "Agua"

Bester Laune setzte Jarmolenko nach dem 2:1-Sieg am Donnerstag gegen Nordmazedonien die Flaschen der Getränkesponsoren vor sich in Szene. "Ah, kann ich noch etwas machen?", fragte der frühere BVB-Profi und lachte sich kaputt. "Ich hab' da gesehen, dass Ronaldo die Coca-Cola wegräumte. Weißt du, ich stelle die Coca-Cola und das Heineken hin. Setzt Euch mit mir in Verbindung", warb er scherzhaft um einen Werbevertrag.

Auch Belgiens Stürmerstar Lukaku, 2:1-Sieger gegen Dänemark, konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Der 28-Jährige nannte werbewirksam den Namen des koffeinhaltigen Getränks und regte ebenfalls eine Zusammenarbeit an. Schmunzeln musste auch sein Trainer Roberto Martinez, der die Liebe der Mannschaft zum Getränk hervorhob. Russlands Trainer und Ex-Tirol-Coach Stanislaw Tschertschessow präsentierte sich lieber gleich als Mann der Tat: Er schnappte sich zwei Flaschen, öffnete in bester Freizeitkicker-Manier mit der einen Flasche den Kronkorken der anderen - und gönnte sich einen kräftigen Schluck.

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📽️ Video | Stani greift zur Cola-Flasche

Ob das all das war, was sich die UEFA nach ihren mahnenden Worten erhofft hatte? Der Verband erinnerte die EM-Teilnehmer nach Ronaldos Getränke-Schieberei an deren Verpflichtungen. Die UEFA nimmt hohe Millionenzahlungen durch Sponsoren ein, letztlich verdienen daran viele irgendwie mit. "Es gibt viele Sponsoren im Sport, und der Einfluss ihres Geldes hilft dem Sport zu funktionieren", wies Englands Nationaltrainer Gareth Southgate auf die Mechanismen des Fußball-Business hin.

Verständnis hatte die UEFA für Paul Pogba, der Muslim ist. Nach dem 1:0 gegen Deutschland hatte der Franzose die Flasche des Biersponsors - wenngleich in der alkoholfreien Variante - weggestellt. Wenn so etwas aus religiösen Gründen geschehe, habe der Verband damit kein Problem, hieß es. Im Islam ist Alkoholkonsum verboten. (APA, dpa, TT.com)


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