Zahl der Ladestationen für E-Autos verdoppelt

Österreich liegt bei E-Ladestationen deutlich über EU-Schnitt. Aufholbedarf gibt es jedoch in Wohnhausanlagen.

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In Österreich gibt es bereits pro 1000 Einwohner eine E-Auto-Ladestation. Damit liegt Österreich EU-weit auf dem 7. Rang.
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Wien, Ingolstadt – Österreich hat beim Bau von E-Auto-Ladeinfrastruktur zuletzt den Turbo eingelegt. Mit 96 öffentlichen E-Ladestationen pro 100.000 Einwohner liegt Österreich in Europa an siebenter Stelle und deutlich über dem EU-Schnitt von 57 Stationen. Damit wurde die Zahl der öffentlichen Ladestationen seit 2019 verdoppelt.

Die Niederlande liegen in der EU mit 82.263 E-Ladestationen absolut an der Spitze, gefolgt von Deutschland mit 47.076 und Frankreich mit 45.990 – womit zwei Drittel des Gesamtbestands der EU nur in diesen drei Staaten liegen. Danach kommen im Ranking Großbritannien mit 33.832, Europas führendes Wasserkraft-Land Norwegen mit 19.119 sowie Italien mit 17.393 Einheiten. In der EU fahren laut VCÖ bereits 1,3 Millionen Pkw ausschließlich mit Strom, mehr als dreimal so viele wie noch Ende 2018.

Für Österreich sieht der VCÖ vor allem bei Ladestationen in Wohnhausanlagen noch Nachholbedarf. „Studien zeigen, dass der Großteil der Ladevorgänge bei E-Autos zu Hause erfolgt. In Einfamilienhäusern ist es einfach, schwieriger ist es derzeit aufgrund des Wohnungseigentümergesetzes in Wohnhausanlagen“, sagte VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Die Regierung plant jedoch bereits Erleichterungen. So soll es ab nächstem Jahr reichen, wenn nicht die Mehrheit der Wohnungseigentümer, sondern die Mehrheit der Personen, die auf das Anliegen reagieren, für die Errichtung einer E-Auto-Ladestation sind.

Derzeit sind rund 50.000 reine Elektroautos auf Österreichs Straßen unterwegs. Schon bald dürften es jedoch deutlich mehr werden. Immer mehr Autobauer kündigen an, schon bald rein auf alternative Antriebe zu setzen. So will Audi bereits ab dem Jahr 2026 keine neuen Benzin- und Dieselmodelle mehr vorstellen und auch keine Hybrid-Variante, heißt es in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. (APA)

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