Noch größerer Stellenabbau bei Swarovski? Gewerkschaft alarmiert

Nach Warnung vor einem noch größeren Job-Kahlschlag bei Swarovski drängt die Gewerkschaft GPA auf ein langfristiges Konzept.

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Swarovski wies die Betriebsrats-Befürchtung über einen noch größeren Stellenabbau zurück.
© Rita Falk / Tiroler Tageszeitung

Wattens – Nach der Warnung des Swarovski-Arbeiterbetriebsrats Ernst Daberto, wonach der im Vorjahr gestartete massive Job-Kahlschlag in Wattens noch weit größer ausfallen könnte als vom Konzern angekündigt, ist auch die Gewerkschaft in Alarmbereitschaft. Wie berichtet, dürften laut Daberto nach jetzigem Stand mittelfristig nur noch 2500 Jobs in Wattens übrig bleiben und damit deutlich weniger als die 3000 Jobs, von denen der Kristallkonzern nach der laufenden Kündigungswelle weiterhin ausgeht.

Harald Schweighofer, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Tirol, nimmt die Warnung des Betriebsrates ernst. „Die Einschätzung des Betriebsratsvorsitzenden Daberto, dass der Jobabbau bei Swarovski größer ausfallen wird als zur Zeit angekündigt, wird garantiert stimmen“, sagt Schweighofer: „Er ist jahrzehntelang selbst bei Swarovski beschäftigt und kennt den Betrieb wie seine Hosentasche und zum Teil länger als ein paar Manager bei Swarovski.“ Die Konzernführung habe zwar aus den Fehlern der letzten Monate gelernt und die Kommunikation verbessert. Jetzt aber wäre „ein längerfristiges Konzept für die Erhaltung des Standortes Wattens mit vielen ArbeitnehmerInnen unter einer permanenten Einbindung der Politik und der Sozialpartner wichtig“, so der Gewerkschafter. Gerade in die Firma Swarovski seien in den letzten Jahren viele öffentliche Gelder gesteckt worden. (mas)

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